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Was haben die Texas, Kanada und die Schweiz gemeinsam? Überall wird kräftig gerockt! The Riverboat Gamblers beweisen mit ihrer neuen Platte, dass Punk noch längst nicht tot ist. Devin Townsend nimmt uns mit auf eine musikalische Reise in die ferne Galaxie Ki. Modern Day Heroes schließlich erklären uns, warum in der Schweiz immer die Sonne scheint.
The Riverboat Gamblers: Underneath The Owl
VÖ 22.05.09
Wer bisher auf der Suche nach seinem persönlichen Sommeralbum 2009 ist, hält mit der neuen, mittlerweile vierten Platte der Riverboat Gamblers Underneath The Owl einen möglichen und würdigen Kandidaten in der Hand. Die Texaner geben uns da ein Album aufs Ohr, das selbst dann noch in den Gehörgängen nachklingt, wenn schon längst die Stopptaste gedrückt ist.
Schon den energischen Einsteiger DissDissDissKissKissKiss gefeatured von Todd Congelliere kann man kaum unbetanzt lassen. Dabei sollte man doch seine Energie mindestens bis Song 2, A Choppy, Yet Sincere Apology, aufsparen. Bei diesem Powerpop-Track ist die Gefahr groß, gleich in der Dauerschleife hängen zu bleiben. Was da so leichtfüßig und lebensbejahend daherkommt, ist jedoch von den Lyrics her alles andere als unbeschwert: „You wouldn't know me, when depression kicks in, when the panic's attackin‘ and I miss medicine." Diese erste Single aus dem Album macht zwei wesentliche Entwicklungen der Band deutlich: Die Lyrics sind ernster, die Hooklines melodischer geworden. Und doch sind alle Tracks der Riverboat Gamblers absolute Konzertkracher.
Auch Sleepless und Steer Clear sind Powerpop-Songs, zu denen man mal so richtig losfetzen kann. Catastrophe und Pilgrims In An Unholy Land hingegen sind klassische Punkrock-Beiträge wie man sie von Something To Crow About kennt. Doch Mike Wiebe und seine Jungs können noch mehr, was sie beispielsweise mit der bluesigen Ballade The Tearjoker beweisen oder dem Indie-Hit Robots My Break Your Heart, der in der Form auch locker von Karottenhosen und Stirnband tragenden Inselbewohnern stammern könnte. Eine Ehrenrunde drehen sie noch mit dem abschließenden Victory Lap, dabei ist das doch gar nicht nötig, wo sie doch eh den Rest des Sommers in unserem Player verbringen werden. Bestens geeignet für Menschen, die auch The Gaslight Anthem, Alkaline Trio oder Rise Against für sich entdeckt haben. Eva Deinert
Devin Townsend: Ki
VÖ 22.05.09
Wahrlich keine leichte Kost ist es, die Devin Townsend uns auf seinem neuen Album Ki präsentiert. Donnernde Bassläufe, kreischende Gitarren, sphärische Klänge, leises Flüstern, hysterisches Kreischen - gar nicht so einfach, das alles zu verarbeiten! Stellen wir uns daher der Einfachheit halber einmal vor, Ki ist eine Galaxie und die 13 Songs des Albums kreisen dort als Planeten.
Devin Townsend holt uns mit seinem Raumschiff ab und fährt mit uns über die kurze Instrumentalstrecke A Monday gleich zum ersten Planeten Coast. Dort ließe sich prima die Zeit bis zum nächsten Radiohead-Album vertreiben, doch wir fahren weiter.
Auf einigen anderen Planeten geht es leider gar nicht so entspannt zu. Gebündelte Energie und gezügelte Aggression, immer kurz vor dem Ausbruch, gibt es zum Beispiel auf Gato. Überhaupt scheint mancherorts ein eher lebensfeindliches Klima zu herrschen, und es ist viel Wut und Verzweiflung zu hören.
Andererseits kreisen in der Ki-Galaxie aber auch wunderschöne, stille Planeten, auf denen sanfte Stimmen und ätherische Klänge für Ruhe und Harmonie sorgen. Winter ist einer davon. Ebenfalls empfehlenswert ist ein Besuch bei Lady Helen, die mit ruhigem Gesang und leisen Gitarren Trost spendet und zum Verweilen einlädt.
Zum Glück haben wir mit Devin Townsend einen erfahrenen und begabten Steuermann an Bord. Denn eine Reise durch Ki ist anstrengend und aufregend, doch in jedem Fall lohnend! Bettina Koch
Modern Day Heroes: The Sun Never Sets In The Land Of Cool
VÖ 20.05.09
Modern Day Heroes kommen aus der Schweiz, wären aber wohl viel lieber Schweden. Vielleicht ist der Albumtitel The Sun Never Sets In The Land Of Cool sogar eine Hommage an die skandinavische Mitternachtssonne. Das Album jedenfalls ist eine 40minütige Referenz an The Hives, Backyard Babies und Co.
Erdiger, schnörkelloser Gitarrenrock und klassische Rockstarposen - eigentlich machen Modern Day Heroes alles richtig. Doch so richtig will der Funke einfach nicht überspringen. Das mag daran liegen, dass es The Hives und die Backyard Babies eben schon gibt. Dem Trio aus der Schweiz fehlt jedoch trotz schöner, eingängiger Songs die Energie und rotzige Frechheit der schwedischen Vorbilder.
The Sun Never Sets In The Land Of Cool ist ein gutes Album, aber irgendwie wird man das Gefühl nicht los, das alles schon einmal gehört zu haben: Bei den Bands aus dem kühlen Norden, wo im Sommer die Sonne nie untergeht. Bettina Koch
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...