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Incubus: Monuments And Melodies
Tuesday, 16 June 2009 19:52

Best-of aus Kalifornien: Incubus' Monuments And MelodiesWährend andere große Rockbands nach Jahren sich wieder gemeinsam ins Studio begeben, um mit einem neuen Album ihr Comeback zu zelebrieren, melden sich Incubus auf eine weniger arbeitsaufwändige Weise zurück. Sie bringen einfach - zehn Jahre nach ihrer Hit-Single Drive und drei Jahre nach dem Erfolgsalbum Light Grenades - ein Best-of -Album raus. Monuments And Melodies ist der etwas großspurige Name dieser Doppel-CD.

 

 

Die erste CD - Monuments - enthält die bisherigen dreizehn Singles von Incubus, plus zwei neue Songs. Das erste neue Stück ist zugleich der Opener der Platte, Black Heart Insertia. Besonders gelungen ist den Jungs damit der Einstieg in ihre Hit-Sammlung jedoch nicht, denn gegen Incubus-Klassiker wie Drive, Anna-Molly, Love Hurts oder Wish You Were Here kann der Song einfach nicht anstinken. Im Gegenteil erscheint er im direkten Vergleich für Incubus-Verhältnisse ziemlich uninspiriert und ein wenig lahm. Der zweite Neuling, der auf Are You In? und Nice To Know You folgt, fügt sich da schon besser in das Best-of ein: Midnight Swim. Hier packen Incubus wieder die ganze Bandbreite von harten Gitarrenriffs, schräger Melodieführung und kreativen Soundspielereien aus und paaren das Ganze in bewährter Weise mit Brandon Boyds unglaublichen Stimmumfang. Ein wenig rockiger, härter und überraschender als gewohnt, vielleicht auch erwachsener und bestimmter, aber alles in allem ein großer Incubus-Song, der - hat man sich einmal reingehört - durchaus berauschende Wirkung entfaltet.

 

Die zweite CD - Melodies - ist vor allem für Liebhaber gedacht: B-Tracks, Soundtrackbeiträge, Akustikversionen und ganze acht bisher unveröffentlichte Songs tummeln sich darauf. Insgesamt eine bunte Mischung aus Raritäten, die nicht zuletzt daher rührt, dass hier Incubus zugleich einen Querschnitt durch ihre bisherige Bandgeschichte geben. Während While All The Vultures Feed und Pantomine typische Incubus-Rocknummern sind, die ordentlich reinknallen, ist die Akustikversion von A Certain Shade of Green feinste Surfmusik und besticht durch gute Laune und Harmonien. Der sanfte Titeltrack Monuments and Melodies setzt vor allem auf die Stimmwirkung von Brandon Boyd, der auf seine unverwechselbare Art und voller Leidenschaft intoniert: "You make me happy / You magnify my better half" . Ganz andere Töne schlagen Incubus im Abschluss-Song Let's Go Crazy - ein Prince-Cover (!!) - an, der mit einem abgefahrenen Sprechgesang begleitet von einer Hammond-Orgel beginnt, um anschließend in einem euphorischen Gospel-Song, samt Background-Chor zu gipfeln und einfach nur ein crazy Ausklang des Ganzen ist.


Das Album-Artwork stammt übrigens von Frontmann Brandon Broyd höchstpersönlich und wer im Besitz der Original-Doppel-CD ist, ist sogar berechtigt sich noch ein paar Songs aus dem Netz runterzuladen. Doch ist Monuments And Melodies ein Must-have im Plattenschrank? Für Fans vielleicht, aber sonst reicht ein höfliches „Nice to know you!" im Vorübergehen, denn die Kracher der Band hat doch ohnehin jeder in seiner Musiksammlung. Eva Deinert

 

VÖ: 12.06.2009




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