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Eigentlich mag man ja genau so etwas nicht: Reiches It-Girl entscheidet sich dazu, einen Roman zu schreiben - was ja zumindest schon einmal besser ist als eine Biografie. Warum aber die Abneigung? Weil andere junge Schreiberlinge ihre Geschichte nicht erzählen dürfen, aus Geld- und Zeitmangel, wohingegen das reiche It-Girl die Füße hochlegen kann, hier und da ein wenig tippt und ansonsten der Nanny beim Kinderhüten zusieht. Doch dann schlägt man Nicole Richies Debütroman auf und findet dann genau die Ausnahme, die die Regel bestätigt.
Nicole Richie ist nicht mehr das rote Tuch, das sie einmal war. Von ihren Skandaltagen (mit und ohne Paris Hilton) ist nicht mehr viel übrig geblieben, sie konzentriert sich jetzt eher auf ihren sympathischen Rockerehemann Joel Madden von Good Charlotte, ihre Kinder Harlow Winter Kate und Sparrow James Midnight und ihre Modelinien, die den Boho-Chic zelebrieren. Und natürlich aufs Schreiben. In ihrem ersten Roman The Truth About Diamonds verarbeitete sie ihre eigene Vergangenheit. In Die Vintage-Prinzessin findet man zwar noch Zusammenhänge mit ihr, doch die Geschichte bringt den Leser an einen ganz anderen Ort. In diesem hübschen Köpfchen steckt ordentlich Fantasie! Dabei überzeugt sie mit dem Schreibstil einer Cecily van Ziegesar (Gossip Girl) und ist sogar ein Stückchen raffinierter als Candance Bushnell (Sex and the City). Worum es überhaupt geht? Charlotte Williams hat früh ihre Mutter verloren, was blieb, waren die Kleider des Models – jetzt richtige Vintage-Sammlerstücke. Sie liebt ihren Dad und ist an und für sich ein sehr widersprüchlicher Charakter: Das kleine, verletzliche Mädchen und die verwöhnte, reiche Göre, die im ersten Studienjahr in Yale nach der Trennung von ihrer großen Liebe ein Unterrichtsgebäude angezündet hat. Ihre Sätze können gut erzogen klingen – oder wahnsinnig vulgär. Nach ihrer Rückkehr aus Paris, wo sie ein Jahr als Flucht nach der Brandstiftung war, wird ihr Vater vom SEC festgenommen. Die junge Frau, die sonst alles anflirtet, was nicht bei Drei auf dem Baum ist und ihre große Leidenschaft – singen - verheimlicht, ist nach kürzester Zeit völlig abgebrannt. Neben der Sehnsucht nach Vater und Mutter fehlt ihr vor allem ihr Kindermädchen Miss Millie. Als man ihr in New York nach dem Leben trachtet, flieht sie nach New Orleans zu ihrer guten Fee. In kürzester Zeit findet sie in der jungen Vintageshopbesitzerin Kat eine Verbündete, während ihre sogenannten Freunde daheim in Manhattan öffentlich über sie herziehen. In New Orleans schenkt sie ausgerechnet dem Sohn von Miss Millie, Jackson, ihr Herz. Bei ihm kann sie sich auch als Sängerin entfalten, da er zufällig eine der besten Jazzbands in New Orleans anführt. Bei ihrem ersten Auftritt, den sie offiziell als Sängerin bestreitet, wird sie von einem Stalker angegriffen, der von der Polizei festgenommen wird – doch damit ist der Psychoterror längst nicht beendet. Einen Höhepunkt erlebt der Horror bei einem Treffen mit einer Plattenfirma in L. A. Die Vintage-Prinzessin mag bei manchen Charakteren wie dem SEC-Beamten Scarsford und dem Reporter Robinson etwas vorhersehbar sein, doch was Charaktere wie Kat betrifft, ist der Roman für eine Überraschung gut. Anrührend sind auch die Geheimnisse über ihre Mutter, die Charlotte nach und nach erfährt.
Bei Nicoles Status vergisst man schnell, wer sie eigentlich großgezogen hat: Lionel Richie. Von ihm dürfte sie wohl das Wissen über Jazz haben, das sie sorgsam in dieses Buch eingeflochten hat. Gleichzeitig ist Die Vintage-Prinzessin für Fans von One Fifth Avenue. Und Frauen von sympathischen Rockern. Nicole Richie: Die Vintage-Prinzessin Erschienen im Goldmann Verlag (16.05.2011)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...