| The Runaways in der Kritik |
| Tuesday, 30 November 2010 07:59 | |||
The Runaways hatten von 1975 bis 1979 das Ziel, der Männlichkeit im Rock'n'Roll die Stirn zu bieten. Sie inszenierten sich immer thougher und trinkfester als ihre männlichen Kollegen und fanden nur schwer in Amerika die Anerkennung, die sie für diese frühe Emanzipation verdient hätten. Dank ihrer Gitarristin Joan Jett ist ihr Mythos immer noch am Leben – und wird dank Kristen "Bella" Stewart einem ganz neuen Publikum näher gebracht.
Im Mittelpunkt des Biopics steht die Beziehung zwischen Leadsängerin Cherie Currie und Joan Jett, die am exzessiven Drogenkonsum, den das Tourleben in den 70er Jahren mit sich brachte, zerbricht. Cherie Currie entwickelt sich zu einer verzogenen Rock'n'Roll-Diva und verlässt schließlich die Band. Hier zeigt sich die Schirmherrschaft, die Joan Jett über die Dreharbeiten hatte – ihr liegt mehr an der Band, sie steckt mehr Herzblut in ihre Musik. Darum ist auch sie diejenige, die sich aufrappelt, eine neue Band gründet, einen weltweiten Hit mit I Love Rock'n'Roll landet und heute noch von Bands wie Green Day mit auf Tour genommen wird. Dennoch basiert der Film zum größten Teil auf der Biografie Neon Angel von Cherie Currie selbst. Deswegen spielt der familiäre Hintergrund der Leadsängerin eine weitere große Rolle: Ein alkoholkranker Vater, eine verzweifelte Zwillingsschwester, eine egoistische Mutter. Über Joans Familie erfährt man nichts, nur, dass sie sich nach der Scheidung ihrer Eltern nicht mehr Larkin nennt, sondern eben Jett. Für die Rolle von Cherie Currie wurde Dakota Fanning engagiert, die sich als solche die Seele aus dem winzigen Leib singt. Und Dakota spielt die David Bowie verehrende Currie so fantastisch, dass es einem beinahe Leid tut, dass man ständig Taylor Momsen oder Courtney Love in ihr zu sehen versucht. Das Revival der Cherie Currie scheint also längst fällig. Auch Kristen Stewart hat ihre Rolle so akribisch einstudiert, dass man sich Sorgen machen könnte, ob sie jemals wieder von Joan Jett loskommen wird. Zum Schluss ist dann noch Manager und Produzent Kim Fowley: Er bringt die Schlagzeugerin Sandy West mit Joan Jett zusammen, castet Cherie Currie und tänzelt ansonsten mit ordentlich viel Make-Up durch den Film. Da die Besetzung der Runaways – bis auf das Trio West-Jett-Currie – ständig wild durchwechselte, werden keine wertvollen Filmminuten auf die restlichen Mitglieder verschwendet. Außer natürlich auf Lita Ford, die es satt hat, dass Cherie Currie sich immer mehr vom Straßenkämpferimage wegentwickelt und schlussendlich in Korsage und Strapsen auftritt. Ein großer Teil des Films findet on the road statt – von der Ochsentour durch die USA, bei der Kim Fowley die Mädels hungern lässt und selbst das Geld einstreicht, bis zu der legendären Japantour 1977, aus dem das Live in Japan-Album hervorging. Die Livesequenzen wirken wie ein Musikvideo – kein Wunder. Regisseurin Flora Sigismondi hat Videos für Muse (Supermassive Black Hole), David Bowie (Dead Man Walking) und Incubus (Megalomaniac) gedreht. Für Fans von 70er Jahre Ästhetik, die kompromisslos inszeniert wird, ist der Film goldrichtig. Am besten gefällt die Ähnlichkeit zu Velvet Goldmine und der Unbefangenheit, mit der eine bisexuelle Beziehung in den Vordergrund gestellt wird, obwohl im immer noch prüden Hollywood gedreht wurde. Wer mit 70er Jahre Ästhetik und vertauschten Geschlechterrollen wenig anfangen kann, wird es natürlich schwer haben. Simone Bauer (2010) Kristen Stewart ("Twilight"-Saga) ist Joan Jett
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
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