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Plötzlich Star in der Kritik
Friday, 22 July 2011 07:36

Plötzlich Star in der KritikJa, der Titel ist wie aus dem Bilderbuch schlechter deutscher Filmtitel – Plötzlich Star (im Original: Monte Carlo). Und ja, die Geschichte „Nettes, amerikanisches Mädchen von nebenan wird mit europäischem Star verwechselt und führt fortan ein Doppelleben“ klingt sehr nach Popstar Auf Umwegen mit Hilary Duff. Doch dieser Film ist anders, überraschend anders: Grace, gespielt von Selena Gomez in ihrer ersten Rolle außerhalb des Disney-Universums, wünscht sich nichts sehnlicher, als nach Paris zu reisen. Gleich nach dem Abschluss soll es losgehen und zwar mit ihrer besten Freundin Emma (Katie Cassidy), mit der sie gemeinsam in einem texanischen 50er-Jahre-Diner kellnert.

Doch ihre Eltern bitten sie am Abend ihrer Abschlussfeier darum, ihre Halbschwester Meg mitzunehmen. Meg wird dargestellt von Gossip Girl Leighton Meester, die in klassischen Farben und Silhoutten die Blair Waldorf gibt, nur als etwas grauere Maus. Sie prallt schnell mit Emma zusammen, mit der sie schon auf der High School konkurriert hat. Bei einem späteren Streit wird einem Emma auch nicht gerade sympathischer, die es noch vor der Abreise nach Frankreich schafft, ihrem langjährigen Freund Owen (Cory Monteith hat man für die Rolle ordentlich die Augenbrauen schief gezupft!) vor den Kopf zu stoßen.

 

Der Paristrip entpuppt sich als Reinfall, solange, bis Meg und Emma zufällig entdecken, dass Grace wahnsinnige Ähnlichkeiten mit der britischen Erbin Cordelia Winthrop Scott aufweist – bis auf die versnobbte Art, natürlich. Was als Nacht in einer großen Suite beginnt, endet mit einem Flug im Privatjet nach Monte Carlo. Dort lernt Grace Theo, gespielt vom französischem Jungschauspieler Pierre Boulanger, kennen und verliebt sich auf den ersten Blick.

 

Während Grace in eine Welt voller Polo, hübscher Kleider und Feuerwerke abtaucht, verliert Meg ihr Herz an einen Australier – und außerdem das schwerteure Bulgari-Collier, das am Ende der Monte-Carlo-Woche versteigert werden soll! Und Owen ist angereist, um Emma einen Antrag zu machen! Ausgerechnet dann taucht auch unerwartet Cordelia in Monte Carlo auf und sorgt für ordentlichen Wirbel …

 

Für den Titelsong konnte man natürlich Selena Gomez & the Scene höchstselbst verantworten. Who Says ist ein catchy Ohrwurm, der perfekt zu der bonbonfarbenen, französischen Kulisse passt. Ebenfalls zu hören: The Ting Tings sowie Love Today, Relax und Blame It On The Girls von Mika. Schade, dass Leighton Meester und Cory Monteith nicht ran durften – sie hat ja immerhin mit Cobra Starship duettiert, er ist einer der Glee-Sängerknaben.

 

Plötzlich Star ist eine hervorragend gelungene Flucht aus der Realität. Es ist außerdem die Art von pinkem, flauschigem Prinzessinnentraum, die einem nicht peinlich sein muss, denn neben niedlich und witzig ist er vor allem auch spannend, mitreißend und herzlich. Aufgrund der verschiedenen Charaktere und Handlungssträngen krallt man sich immer wieder gebannt am Popcorn fest und nach dem außergewöhnlichem Happy End möchte man einfach nur noch ein wenig sitzen bleiben. Simone Bauer

 

 

(2011)

 

 

 

Selena Gomez („Die Zauberer vom Waverly Place“) ist Grace Ann Bennett / Cordelia Winthrop Scott
Leighton Meester („Gossip Girl“) ist Meg Kelly-Benett
Katie Cassidy („Gossip Girl“) ist Emma Danielle Perkins
Cory Monteith („Glee“) ist Owen
Catherine Tata („Love And Other Disasters“) ist Alicia Winthrop Scott

 

Regie: Thomas Bezucha
Drehbuch: Thomas Bezucha, April Blair und Maria Maggenti




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