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Roller Girl in der Kritik
Tuesday, 10 January 2012 09:37

Roller Girl in der KritikEndlich auf DVD erscheint am 3. Februar Roller Girl, der Film, den kaum einer im Kino gesehen hat, obwohl er das so gerne getan hätte. Immerhin ist es Drew Barrymores Regiedebüt. Sie selbst stolpert als Smashley Simpson durch den Film und fügt sich oder anderen in fast jeder Szene Schmerzen zu. Das ist aber herrlich schräg – so wie der Rest des Films.


Hauptfigur ist die scheue Bliss Cavendar, perfekt dargestellt von Ellen Page. Ihre Mutter schickt sie auf Schönheitswettbewerbe, doch nur ihre kleine Schwester sahnt dort richtig ab. Stattdessen findet sie in den Mädels vom Roller Derby ihre neuen Heldinnen, ganz abseits von „Mit wem würden Sie gerne zu Abend essen?“-Fragen.

Die 17jährige gibt sich als 22jährige aus und beschließt, ebenso though zu werden wie ihre neuen Vorbilder. Bei ihrem ersten Training kann sie die Hurl Scouts, Pfadfinderinnen auf Rollschulen, beeindrucken. Auch Coach Razor glaubt an sie, während ihre beste Freundin Pash Bliss tatkräftig unterstützt.

Doch nicht alle stehen der blitzschnellen Bliss so freundlich gegenüber. Juliette Lewis stößt sie erstmal in einen Spind und zeigt sich den ganzen Film über so durchgeknallt, als wäre sie die weibliche Version von Jonathan Rhys Meyers. Doch im Laufe des Films, lernt Bliss sich zu wehren – und schon gibt es einen Foodfight!

Eine Lovestory gibt es natürlich auch: Gitarrist Oliver fällt Bliss schon während ihres ersten Derbys im Zuschauerraum auf. Die beiden verlieben sich, doch dann fährt Oliver auf Tour. Und hier kommt die Tragik des Films zu tragen: Oliver betrügt Bliss vermeidlich, Pash wird bei einer Razzia verhaftet und Bliss’ Eltern kommen hinter das Doppelleben ihrer Tochter, womit Bliss nichts anderes bleibt, als auszureißen.


Wer jetzt denkt, keine Ahnung vom Rollschuhfahren zu haben – eine Aufklärung der Regeln folgt sehr schnell im Film. Und nicht nur die Handlung, die Besetzung und die Optik des Drehorts (im Film Texas, in Wirklichkeit Michigan) beeindrucken – auf dem Soundtrack glänzen Peaches, The Ramones und MGMT. Simone Bauer

 


(2012)

 


Ellen Page („Juno“) ist Bliss Cavendar
Kristen Wiig („Brautalarm“) ist Maggie Mayhem
Juliette Lewis („From Dusk Till Dawn“) ist Iron Maven
Eve („Glee“) ist Rosa Sparks

Regie: Drew Barrymore
Drehbuch: Shauna Cross




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