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Wasted on the young in der Filmkritik
Monday, 06 February 2012 10:27

Wasted on the young in der Filmkritik„Alt werden ist für Weicheier, wahre Männer bleiben jung!“ Wasted on the young handelt von Darren (Oliver Auckland), einem nerdigen Highschool-Schüler, der nach der Hochzeit seiner Mutter nicht nur einen reichen Stiefbruder und dessen versnobtes Umfeld, sondern auch einen Einblick in die Tiefen der menschlichen Psyche erhält.

 


Sein neuer Bruder Zack (Alex Russell) ist der Star der Elite-Schule und gehört zusammen mit seinen gewalttätigen Freunden zur obersten Schiene des Swim-Teams. Um seinen Ruf erhalten zu können, schmeißt dieser gerne Partys im riesigen Anwesen seiner Eltern, welche – im typischen Elite-Schul-Niveau – nie zu Hause sind. Eine dieser Partys eskaliert so sehr, dass Zack und seine Freunde Xandrie (Adelaide Clemens) vergewaltigen.

Bei der blonden Mitschülerin handelt es sich ausgerechnet um das einzige Mädchen, mit dem sich der unsichere Darren langsam anzufreunden schien. Als diese mehrere Tage nicht in der Schule erscheint, findet er mit Hilfe seiner ausgeprägten Technik-Kenntnisse heraus, was passiert ist. Dieser Umstand wird auch Zack und seinen Mitstreitern bald klar. Die Situation verschlimmert sich immer weiter, die Jugendlichen steigern sich in ihre Gefühle und Probleme hinein, die Cliquen-Bildung nimmt stetig zu, und schließlich kommt es zu einem öffentlichen Selbstmord.

Damit sollten die Probleme der Kids allerdings weder gelöst noch verändert werden, was spätestens bei einer weiteren Party im Hause der Stiefbrüder klar wird, denn Darren ergreift endlich die Initiative und klärt die Sache auf seine eigene, „moderne“ Art und Weise, mit Hilfe seiner „Abschlussarbeit“.

Die Einblicke in die Psyche der heutigen Jugend mögen teilweise interessant sein, ebenso wie der Bezug zur heutigen Technik-Welt und der Besessenheit der Schüler von ihren Smartphones. Eine gewisse Spannung leitet den Zuschauer allerdings dennoch nicht durch den Film. Eine richtige Thriller-Atmosphäre taucht leider auch zuletzt nicht auf, obwohl der Streifen in diese Kategorie eingestuft wurde. Generell werden mehrere Genres leicht angeschnitten, es wird aber auf keines davon genug eingegangen, um es möglich zu machen, den Film als mehr als eine„Drama“ einstufen zu können.

Im ersten Moment denkt man der Film wäre ein typischer Teenie-Streifen, diese Einstellung ändert sich nach und nach durch die leicht künstlerisch-psychedelischen Elemente die Regisseur und Drehbuchautor Ben C. Lucas eingebaut hat, welche vor allem in den Szenen in der Schwimmhalle oder dem Pool heraufbeschworen werden; generell ist Wasser ein ausschlaggebendes Element des Films. Anstatt auf dieses Element hätte der Film vielleicht eher auf zeitliche Abläufe achten sollen, und manche der technischen Handlungen hätte man intensiver schildern bzw. erklären können.

Das Hervorstechendste an dem Film, und leider auch an der schauspielerischen Leistung, waren die farbigen Kontaktlinsen die beinahe jedem der Jungschauspieler eingesetzt wurden. Diese sind im Übrigen größtenteils noch vollkommen unbekannt, allein Adelaide Clemens hatte bereits Gastauftritte in größeren Produktionen, und T. J. Power, welcher Zacks besten Freund und Schläger, Brook, spielt, hatte eine Nebenrolle in einem Kinofilm. Ob dieser Film den australischen Schauspielern zum Durchbruch helfen wird bleibt fraglich. Aber wie heißt es so schön – Geschmäcker sind nun mal verschieden, also überzeugen Sie sich am besten selbst, oder hören Sie auf mich und verschwenden Sie Ihre Jugend nicht mit Wasted on the young. Simone Holmer

 

 

(2012)

 

Adelaide Clemens („Lie To Me“) als Xandrie

Alex Russell als Zack

Oliver Ackland als Darren

 

Regie: Ben C. Lucas

Drehbuch: Ben C. Lucas




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