| Star Wars: Episode I in 3D in der Filmkritik |
| Tuesday, 14 February 2012 15:10 | |||
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Zum Grundwissen: George Lucas begann mit der vierten Episode, seine Saga zu erzählen. Danach kamen die fünfte und die sechste. Es war lange still darauffolgend, doch der Hype begann neu im Jahre 1999, als Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung ins Kino kam. Alteingesessene StarWars-Fans waren sich sicher: Nur das alte Material, das ist was wert. Doch um die neuen Teile in Schutz zu nehmen: Natalie Portman spielt fantastisch emanzipiert Königin Amidala. Und wer nicht gerade der größte Trainspotting-Fan ist und in Folge dessen alle Achtung vor Ewan McGregor verloren hat, als er dieses Filmangebot annahm, der wird ihn in der Rolle des Obi-Wan Kenobis lieben. Die Neuauflage in 3D wird sich noch über die nächsten fünf Episoden ziehen, bei Episode 2 ist dann Hayden Christiansen als Anakin Skywalker (für die, die schon immer alle Fäden zusammenbringen wollten: Ja, das ist Darth Vader), was ihm leider nicht den Weltruhm einbrachte, den man ihm Anfang der 00er Jahre prophezeit hatte. Zur Handlung: Obi-Wan Kenobi und Qui-Gon Jinn landen zusammen mit Königin Amidala auf dem Wüstenplaneten Tatooine (eingetragenes Warenzeichen), als ihr Raumschiff den Geist aufgibt. Eigentlich sind sie auf der Flucht, seit in Naboo ein Protest gegen die Handelsförderation eskaliert ist. Das ist natürlich nicht das wirklich Furchterregende - mal von den Lasern abgesehen -, dass hier Darth Sidious, der spätere Meister von Darth Vader, intrigiert, aber schon. Die Politik ist aber nebensächlich, als die beiden Jedi-Ritter (eingetragene Religion in den USA) den 9jährigen Anakin Skywalker kennenlernen. Dieser trägt die Macht in sich, wie niemand sonst weit und breit. Daher kann er Potracer bauen und fahren wie ein Profi. Die beiden nehmen sich seiner an, doch Qui-Gon Jinn verliert bei der Endschlacht auf Naboo sein Leben, daher wird Obi-Wan Anakins Meister, als sich der Rat der Jedi (vertreten von Yoda, der zweiten grünen Popikone neben Kermit dem Frosch) dafür entscheidet, ihn auszubilden. Vermutlich ist Anakin nämlich "der Auserwählte einer alten Jediprophezeiung". Soviel dazu. Dass er sich später in Padmé verliebt und mit ihr Luke und Leia bekommt, dann zu Darth Vader mutiert und Yoda sowie Obi-Wan sich zurückziehen müssen, das ist eine andere Geschichte. Zu den Erwartungen: Potracer. Laser. Raumschiffe im All. Außerirdische Lebensformen. Man erwartet viel, bekommt aber wenig. Sicher, wenn die ersten Dinge in die Luft gehen, dann ist das schon dreidimensionaler. Das Potrennen war aber auch so oder so immer sehr mitreißend und die Neuauflage dient in diesem Fall weniger als Innovation der Technik und mehr als Einführung in die Saga bzw. das Auffrischen seiner Liebe. Fun Facts: George Lucas' Arbeit besticht vor allem durch humoristische Details. Schrotthändler Watto und seine Interaktion mit seinen Handelswaren gehören dazu. Oder das Prinzip "Wer frisst hier eigentlich wen?" bei einer Verfolgungsjagd unter Wasser (dass der Bongo der Jedis beinahe von einem Fisch gefressen und dass dieser Fisch von einem größeren Fisch tatsächlich gefressen wird, findet sich sogar in meinem Buch "Ganz entschieden unentschieden" wieder). Für alte Hasen ist das besonders Interessante des ersten Teils aber vor allem ein C3PO als Drahtgerüst und R2D2 in der Erbauung. Auf der Minusseite haben wir leider Jar-Jar Binks. Selbst George Lucas ist fehlbar. Simone Bauer
(2012)
Ewan McGregor ("Moulin Rouge") als Obi-Wan Kenobi
Regie: George Lucas
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