| Zimmer 1408 in der Filmkritik |
| Friday, 03 August 2007 17:24 | |||
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Ätsch, reingefallen. Wer glaubt denn noch an Gespenster? Mike Enslin jedenfalls nicht. Der völlig desillusionierte Protagonist des Films „Zimmer 1408“ verdient seine Brötchen zwar damit, Reiseführer über Spukhäuser zu schreiben, aber er verkauft einen Nervenkitzel, den er selbst schon lange nicht mehr spürt.
Seine kleine Tochter starb an einer unheilbaren Krankheit, die Ehe ist zerrüttet und lieber als sich mit abergläubischen Dorftrotteln rum zu ärgern, geht er ganz diesseitigen Hobbys wie Surfen und Saufen nach. Bis ihn eines Tages eine Postkarte aus New York erreicht, eine Einladung in das Hotel Dolphin, oder besser gesagt eine Ausladung, denn enigmatisch verkündet sie, dass er Zimmer 1408 nicht betreten soll…
John Cusack spielt den stets überlaunigen und schlecht gekleideten Schriftsteller Mike Enslin im klaustrophobischen Thriller des schwedischen Horror-Profis Mikael Håfström („Evil“). Der basiert auf einer Kurzgeschichte von niemand geringerem als Stephen King über ein Hotelzimmer mit ganz besonderem Charme. Schon weiß man, dass sich Zyniker Mike Enslin natürlich nicht davon abbringen lassen wird, eine Nacht in besagten Räumlichkeiten zu verbringen. Hier sollen bereits 56 Leuten umgekommen sein, aber selbst Samuel L. Jackson als Hoteldirektor Olin kann ihn nicht mehr aufhalten.
„DAS ist es?“ fragt Enslin noch amüsiert, als er das harmlos plüschige Interieur betritt. Doch die Tür fällt ins Schloss und eine alptraumhafte Reise durch die Nacht beginnt. Das Zimmer spielt bald verrückt, eklige Gestalten und böse Erinnerungen suchen Enslin heim. Håfström fährt alles auf, was es an Urängsten im Menschen zu bedienen gibt: Angst vor Dunkelheit, vor Hitze, Kälte, Höhe. Ständig verschieben sich die Wahrnehmungsgrenzen von realem Geschehen und traumhaften Sequenzen. Enslin beginnt zu kämpfen und es dauert eine Weile, bis er erkennt, dass der Gegner nicht von außen kommt, sondern aus seiner eigenen inneren Verdammnis.
Für Kenner des Genres mögen sich beizeiten Hinweise auftun, wie die fantastische Geschichte aufgelöst werden kann und wo der Notausgang von Zimmer 1408 ist. Doch der führt nur hinaus auf’s Glatteis. Um die Freude auf das Ende nicht zu verderben, soll an dieser Stelle nicht weiter darauf eingegangen werden. Verraten sei nur so viel: Wer zu früh das „Langweilig!“-Gähnen beginnt, hat sich in Regisseur Mikael Håfström getäuscht. Er hat den Schluss der Stephen King-Story verändert und noch ein paar Wendungen eingebaut, die einen gänzlich schwindelig machen. Der Horror ist noch lange nicht zu Ende…
„Zimmer 1408“ ist kein Film voll blutiger Schockelemente. Eigentlich herrscht auch keine permanente Hochspannung. An manchen Stellen ist er sogar eine altmodische kleine Gespenstergeschichte; dann wieder, vor allem wenn es um Enslins tote Tochter geht, ein metaphysischer Mystery-Thriller.
Der Reiz liegt vor allem im Eindringen in unsere Psyche, dem Spiel mit unseren verborgenen Gefühlen: „Ich möchte, dass die Zuschauer sich fragen: ‚Was würde mir in Zimmer 1408 passieren?’“ erklärt Regisseur Håfström. Er bezieht sich auf die Hölle, die in jedem von uns ausbrechen kann, auf die Geister, die uns alle jagen: Einsamkeit, Schuld, Wut, Trauer, Angst. Empfohlen sei „Zimmer 1408“ John Cusack-Fans, Stephen King-Lesern und allen Freunden des subtilen Schauderns. Bleibt nur noch mit Mike Enslin zu sagen: Stay scared! (Petra Schönhöfer)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...