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Spezial: How to survive a concert trip?
Friday, 26 August 2011 09:39

tights.jpgEs gibt Fans, die kommen fünf Minuten vor Einlass (oder fünf Minuten vor Konzertbeginn), kaufen sich ein Bier und vielleicht ein T-Shirt und sind glücklich. Sie beklatschen ihre Helden und manchmal wagen sie sich sogar in die dritte Reihe vor. Vielleicht tanzen sie Pogo, wenn es die Musik zulässt. Und dann gibt es Fans, die tanzen nicht nur, die sind schon in einer ganz anderen Sphäre. Die trinken längst kein Bier mehr, sondern literweise Wasser, um nicht umzukippen. Das kommt nicht vom Tanzen - das kommt vom ewigen Warten vor der Halle. Denn die kommen nicht pünktlich zum Einlass - die sind schon seit mehreren Stunden da. Natürlich gibt es da auch solche und solche. Doch Modemädchen haben längst Einzug in die erste Reihe gehalten - und wenn diese auch noch eine längere Reise hinter sich haben, ist guter Rat für die teuer: How to survive a concert trip?

Man kalkuliert in so einem Fall nämlich nicht nur mit Auto und Benzin, Flügen und Preisen, Zügen und Streiks. Es kommen auch nicht nur die verschiedenen Varianten der Nahrungsaufnahme (Fast Food - Eco Food irgendwie frisch halten - gar nicht essen) hinzu, der größte Faktor ist das Outfit. Und wenn man in die Niederlande jettet, mal eben nach Prag fährt oder innerhalb Deutschland einer Tour folgt, stellt sich ganz schnell die Frage: Wie schaffe ich es, nicht zu erfrieren? Und wie verhindere ich es, dass ich mir die Beine in den Bauch stehe?

Eine Lösung kam wie gerufen aus einer Ecke, die man nicht unbedingt erwartet hätte: ITEM m6 nennt sich die Marke, die nach der Lehre von traditioneller Medizin aus China vorgeht. Die Produkte stimulieren einen Akupunkturpunkt, der den Energiefluss im gesamten Körper steigern soll. Die Beine sollen also nicht nur wohl geformt sein, sondern auch frisch. Perfekt also, wenn man viel unterwegs ist. So die These.

The journey begins

Das Paket kommt von UPS. Und weil die schönen, edlen Kistchen noch eingeschlagen sind in weißes Papier, heißt es gleich: UP-Yes! Das Nette: ITEM m6 hat ein Herz für kleine und große Menschen. Für 1,60-Mädchen, die schon alleine aus Sichtgründen in der ersten Reihe stehen sollten, eignet sich die Size I hervorragend, für diejenigen, denen auch Maxikleider problemlos stehen, gibt es II. Ein erster Blick auf die Strumpfhosen und Leggings verunsichert aber dann doch - da soll ich jetzt reinpassen?

Ja, das tut man. Sogar ganz hervorragend. Man muss etwas Zeit einrechnen, um den Stoff zu dehnen und um ihn dann wirklich bis zur Hüfte raufziehen zu können, denn das Geheimnis der Beinkleider liegt darin, dass sie wahnsinnig eng sitzen. Andernfalls setzt der Effekt eben auch nicht ein. Strumpfhosen und Strümpfe haben ein sehr weiches, aber breites Fußbett - ein wenig ungünstig ist bestenfalls, dass man kombiniert mit Ballerinas die Größenangabe darauf sehen kann.

Die Strumpfhose passt also wie eine zweite Haut, formt perfekt und fühlt sich gut an. Und in schwarz ist sie nicht erst optimal, seit Lena Meyer-Landrut das "Little Black Dress" in Kombination mit schwarzen Strumpfhosen trug, sondern passt eben zu allem. Die Variante in rot sollte man aber nur zu geschlossenen Schuhen tragen - die Abnäher in einem anderen Rotton fallen dann doch leider zu sehr auf.

Die Strümpfe wecken Assoziationen mit Rachel Berry von Glee und Clueless - Was Sonst?! aus den 90ern. Schulmädchencharme a la Britney Spears also. Not too bad. Für den Feldtest zieht es uns nach London und wenn man schon unterwegs ist, möchte man auch gleich ein wenig Sightseeing abhaken.

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Und natürlich Schuhe kaufen, deswegen also die Leggings. Erst nach mehreren Stunden fangen die Füße an, ein wenig weh zu tun. Im Hotelzimmer sind die Arme mittlerweile sogar schon zu schwer und überanstrengt zum Klatschen nachher, doch ich rapple mich auf und tausche Leggings gegen Strumpfhosen. Man bedenke - die Arme schmerzen mehr als die Beine! Ein erster Erfolg. Nach gut einer Stunde sind die Schmerzen in den Füßen wie verschwunden, die Beine tun sowieso nicht weh. Die Kollegin neben mir, ohne Item m6: Möchte sich vor Schmerz am liebsten die kleinen Zehen abhaken.

Bei einem Kostenpunkt von rund 60 Euro ist es also nicht nur eine gute Investition, sondern ein Wunderteil. Die Schmerzen sind weggezaubert, der Abend gerettet. Und nun kann sich jedes Modemädchen letztlich auf das konzentrieren, was wirklich zählt: Musik.

By the way

Übrigens: Auch in überheizten öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man nicht ins Schwitzen - genauso wenig wie man friert, wenn es nachts kühler wird. Wer aber auf die Idee kommt, im hohen Norden mitten im Dezember ein Konzert zu besuchen, könnte eventuell etwas noch wärmeres benötigen. Empfehlenswert ist hier das Modell aus Wolle mit Zopfmuster von American Apparel. Eure Mutter wird den altbackenen Look hassen, eure Oma wird ihn lieben. Diese Wollleggings kommen in dezenten Farben und sind super bequem und warm.

Wer allerdings trotzdem weiterhin fünf Minuten vor Einlass kommen möchte, aber die Chucks dennoch an den Füßen scheuern - bei Topshop gibt es die süßesten Socken überhaupt. Wir sagen nur: Fuchsmuster. Und Pandabären.

Eine Frage, die sich lohnt


Was machen eigentlich Männer? Für die sind die Unisex-Strümpfe von ITEM m6 nebenbei erwähnt auch gedacht. Aber Männer frieren ja sowieso nicht. Und Schmerzen haben sie eh nie. Denken wir zumindest. Text: Simone Bauer, Fotos: Simone Bauer, Simone Holmer




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