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Ein Dienstagabend im Juni. Es ist für die Jahreszeit viel zu kalt, neblig und regnet. Da will man sich eigentlich nur aufs Sofa kuscheln und bei einem Glas Wein schöne Musik hören. LAX-Redakteurin Tina hat daher auf der Ledercouch im Cord Club Platz genommen und dem Unplugged-Konzert von Pardon Ms. Arden gelauscht.
Der Regen prasselt ununterbrochen gegen die großen Fensterscheiben mit Blick auf Münchens meistbefahrene Straße, doch im Cord herrscht wohlige Lagerfeuerstimmung, als die Münchner Singer/Songwriterin Theresa Wagner den Abend eröffnet. Mit Alice-im-Wunderland-Outfit, Gitarre, Ukulele und großer Stimme kann sie die gut 100 Anwesenden überzeugen und wird sogar zu einer Zugabe zurückgerufen.
Das Münchner Publikum überzeugen müssen Pardon Ms. Arden freilich schon längst nicht mehr. Mit zahlreichen Konzerten in und um München haben sich die drei längst eine treue Fangemeinde erspielt. Dennoch darf man gespannt sein, wie die Jungs sich bei einem Akustik-Set schlagen werden. Schließlich trägt die dynamische Bühnenshow sicher einiges zum Erfolg von Pardon Ms. Arden bei.
Wenn Nick, Tom und Alex sich nicht auf der Bühne austoben können, stecken sie ihre Energie offensichtlich ins Reden. Sänger Nick gibt jedenfalls eine Anekdote nach der anderen zum besten. Die thematische Bandbreite reicht dabei von Eigenwerbung und Entschuldigungen ("Wir sind im Grunde eine ganz professionelle Band. Nur heute gerade nicht.") bis hin zu Kommentaren zur neugegründeten Partei von Gabriele Pauli ("Ich bin ja kein Fan von politischen Aussagen auf der Bühne, aber hier ist ja keine Bühne!").
Im Mittelpunkt steht natürlich trotz allem die Musik. Und hier zeigt sich, dass Pardon Ms. Arden einfach gute Songs schreiben. Titel wie Lemon Tea oder Lovesong funktionieren auch ganz ohne Strom und Bühnenposen. Nick, Tom und Alex sind zwar sicher Spaßvögel, aber auch durchaus ernstzunehmende, begabte Musiker mit einem sicheren Händchen für Melodien und Arrangements.
Pardon Ms. Arden sorgen mit ihren eingängigen Britpop-Songs und ihrem überaus sympathischen Auftreten für Zeltlager-Atmosphäre im Club: Lieder auf der Akustikgitarre, Rotwein, unterhaltsame Geschichten, Lachen, Klatschen - schade fast, dass es kein Lagerfeuer gibt, über dem man noch Marshmellows grillen könnte. Stattdessen kommt das Publikum aber in den Genuss des vermutlich ersten und einzigen Unplugged-Schlagzeugsolos der Musikgeschichte sowie einer wunderbaren Akustik-Version von Haddaways 90er-Jahre-Hit What Is Love.
Mit diesem Song endet das Konzert leider auch schon, doch mit ein bisschen Lagerfeuer im Herzen und Pardon Ms. Arden im Ohr erscheint das graue Wetter plötzlich gar nicht mehr so trostlos. Bettina Koch
(23.06.09)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...