| Nouvelle Vague: 3 |
| Thursday, 02 July 2009 18:37 | |||
Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Deswegen veröffentlichen die Franzosen Nouvelle Vague dieser Tage endlich den lang erwarteten letzten Teil ihrer grandiosen Coveralben-Trilogie. Das Album hört auf den schlichten, doch zweifelsfrei angebrachten Namen 3 und bringt uns 16 wunderbare Neuinterpretationen bekannter New Wave- und Punk-Klassiker.Hinter Nouvelle Vague steht das Produzenten-Duo Marc Collin und Olivier Libaux. Diesmal haben sich die beiden aber nicht nur wieder Unterstützung durch verschiedene französische Sängerinnen geholt, sondern konnten für einige Titel sogar die Originalsänger für ein Duett gewinnen. Das erste beeindruckende Beispiel für diese erfolgreiche Zusammenarbeit ist der Opener Master & Servant, bei dem Mélanie Pain Unterstützung von Depeche Mode-Mastermind Martin Gore höchstpersönlich erhält. Pain und Gore arrangieren den Titel als musikalisches Rollenspiel, bei dem einem die Ohren glühen. Nie klang Unterwerfung so sexy! Während auf den Vorgänger-Alben Nouvelle Vague und Bande Apart den meisten gecoverten Songs ein neues Bossa Nova- oder Reggae-Gewand verliehen wurde, herrschen auf 3 nun Blues- und Easy Listening-Klänge vor. Blister In The Sun von den Violent Femmes wird so zum Beispiel zu einer luftig-leichten Sommermelodie. Das melancholische All My Colours (Echo and The Bunnymen) dagegen klingt, als blickten Mélanie Pain und Ian McCulloch einsam von einer Klippe ins Meer und trauerten ihrer verlorenen Liebe nach. Zu den ganz großen Highlights des Albums zählen eindeutig die Country-Version des Talking Heads-Klassikers Road To Nowhere und die Barjazz-Interpretation von Say Hello Wave Goodbye (Soft Cell), die vor dem inneren Auge unweigerlich eine verr(a)uchte, zwielichte Bar mit Plüsch-Interieur und einer leicht bekleideten Sängerin erstehen lässt. Neben Hits aus den Achtzigern nehmen sich Nouvelle Vague auch einige hierzulande wohl weniger bekannte französischsprachige Songs vor, darunter Plastic Bertrands Ca Plane Pour Moi, das in einer hinreißend trashigen Ska-Version dargeboten wird. Die Medaille für außergewöhnlichen Mut und besondere Frechheit verdienen Nouvelle Vague ganz sicher dafür, dass sie selbst vor der Sex Pistols-Hymne God Save The Queen nicht zurückschrecken. Wenn Mélanie Pain "There is no future for me" säuselt, würde aber wohl sogar Sid Vicious von romantischen Gefühlen überwältigt werden. Überhaupt haben die Franzosen keine Angst vor großen Namen und gewagten Experimenten. Bei einigen Titeln haben sich Nouvelle Vague gar soweit vom Original weg gewagt, dass sich erst nach einer Minute konzentrierten Zuhörens ein überraschtes Aha-Erlebnis einstellt. Bestes Beispiel hierfür ist die getragene Easy Listening-Version des Police-Hits So Lonely, die dem Titel eine ganz neue Dimension verleiht. Mutig, elegant und stilsicher haben Nouvelle Vague mit 3 nicht nur den gecoverten Künstlern, sondern auch sich selbst ein Denkmal gesetzt. Zudem hat das Album ganz eindeutig beste Chancen, zur Festival-Campingplatz-Mitsing-CD des Jahres zu avancieren! Bettina Koch VÖ 03.07.09
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...