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Der berühmte Himmel über Bayern ist unberechenbar. Kaum wurde das Backstage Open wegen der unsicheren Wetterlage kurzfristig ins Backstage Werk verlegt, schon scheint bei 25 Grad die Sonne vom wolkenlosen Firmament. Sara und Tina vom LAXMag haben für euch das bayerisch-österreichische Freundschaftsfest zwischen Halle und Biergarten verfolgt.
Nachdem die angekündigten Gewitterstürme ausblieben, haben sich leider erst ein paar dutzend Zuhörer in der Halle eingefunden, als die Münchner This Is The Arrival den Abend eröffnen. Mit ihrem melodiösen Indiepop werden die vier Zwanzigjährigen zwar wohl keinen Innovationspreis gewinnen, ernten aber zumindest einigen Applaus.
Deckchair Orange haben für ihren Auftritt beim Backstage Open extra den weiten Weg aus Wien auf sich genommen und dazu noch einen Auftritt in ihrer österreichischen Heimat abgesagt. Allein für diesen Einsatz hätte das sympathische Quartett schon ein deutlich größeres Publikum verdient gehabt. Wer jetzt noch draußen im Biergarten saß, verpasste allerdings nicht nur einige charmante Ansagen im schönsten Wienerisch, sondern auch eine halbe Stunde großartiger Popmusik.
Mit ihrem Debüt-Album haben Deckchair Orange den perfekten Soundtrack für den Sommer abgeliefert. Wie viel schöner wäre es gewesen, Titel wie Solid Lie oder Fine Wine draußen in der lauen Abendluft zu hören! Doch die Band lässt mit ihren locker-leichten Melodien kurzerhand die Sonne im dunklen Backstage Werk aufgehen und beendet ihren leider viel zu kurzen Set mit einer beeindruckenden Akustikversion der aktuellen Single Crosswords.
Während im Backstage Biergarten inzwischen immer mehr Anajo-Shirts zu zählen sind, versuchen in der Halle die niedersächsischen Newcomer Enno Bunger, das Publikum zu begeistern. Mit ihrem schwermütigen Deutschpop haben sie an diesem Tag in diesem Line-Up aber einen schweren Stand, weswegen sich die Resonanz doch sehr in Grenzen hält.
Ganz anders verhält es sich bei Anajo. Für die Augsburger ist ein Konzert im Backstage fast ein Heimspiel, und inzwischen haben sich die Fans auch aus dem Biergarten in die Halle bewegt. Über den inhaltlichen Gehalt von Lyrics wie "Meine Honigmelone, du bist wirklich nicht ohne/Nein, du bist immer mit, du hast unendliches Glück" kann man sicherlich streiten, nicht abstreiten lässt sich jedoch, dass dieser Auftritt einfach Spaß macht.
Das Publikum erwartet schließlich keine anspruchsvolle Unterhaltung, und die Band wird den anspruchslosen Erwartungen voll und ganz gerecht. Ein bisschen Chaos auf der Bühne, ein paar spaßige Ansagen und gekonnte Interaktion mit dem Publikum, dazu ein musikalisches Best-of-Programm - was will man mehr? In der sicheren Gewissheit, dass Monika Tanzband die Welt retten wird, können wir uns ja schließlich ganz entspannt und ohne schlechtes Gewissen eine Stunde lang zurücklehnen und von Anajo unterhalten lassen!
Die Ingolstädter Slut haben sich weder der Weltrettung noch der leichten Unterhaltung verschrieben, sondern sind gekommen, um uns in ein audio-visuelles Paralleluniversum zu entführen. Auf der Bühne sind inzwischen mehrere Leinwände aufgebaut, Visuals unterstreichen die neuen, oft mehr sphärisch als rockig klingenden Songs von der aktuellen Platte Still No1.
Natürlich dürfen auch altbekannte Hits wie All We Need Is Silence oder Easy To Love nicht fehlen, und man merkt den Musikern an, dass ihnen auch diese Songs noch Spaß machen. Die Band verfügt über eine unglaubliche Präsenz auf der Bühne, die es dem Zuschauer absolut unmöglich macht, den Blick auch nur einen Moment abzuwenden.
Slut sind eine Band, die keine Experimente scheut. So wird bei Ariel eine Heizung zum Percussion-Instrument umfunktioniert, so schraubt sich die Stimme von Sänger Chris Neuburger beim zerbrechlich klingenden Failed On You falsettartig in die Höhe, und so gibt die Band gegen Ende, begleitet von einem indischen Harmonium einen neuen Song namens 600 zum Besten. Dieser befindet sich auf der nächsten "Zwischenplatte", wie Chris Neuburger sie nennt, nämlich der Schallnovelle Corpus Delicti, die Slut in Zusammenarbeit mit der Schriftstellerin Juli Zeh im September veröffentlichen werden. Man darf gespannt sein! Bettina Koch/Sara Haußleiter
(04.07.09)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...