The Sensational Melodic Indie Music Night - der Titel der Veranstaltung im 59:1 weckte große Erwartungen. LAX-Redakteurin Tina war für euch vor Ort um zu sehen, ob The Moonband, Fabio Russo und ALSO dieser ambitionierten Ankündigung gerecht werden.
Drei Bands ohne Plattenvertrag, eingeladen von einem privaten Veranstalter, der alles aus eigener Tasche finanziert - zum ersten Mal seit langem stellt sich in einem Münchner Club mal wieder das Gefühl ein, einem wahren Underground-Konzert beizuwohnen. Die Aussicht, endlich einmal wieder ein paar junge, unverbrauchte, unkommerzielle Künstler auf der Bühne zu sehen, konnte doch einige Musikliebhaber anlocken, denn das 59:1 zeigt sich trotz Biergartenwetter und Festivalsaison gut gefüllt.
Den Abend eröffnet The Moonband. Das 3-Jungs-1-Mädel-Quartett kommt aus München, klingt aber, als hätte es sein bisheriges Leben auf einem Raddampfer auf dem Mississippi verbracht. Mit ihrem melodischen, frischen Folk erobern die vier das Publikum im Sturm. Vor allem der Wechselgesang zwischen Christian Begusch und Katrin Bobek verleiht den stimmungsvoll arrangierten Songs eine besondere Spannung, und die für Indie-Ohren und -Augen eher ungewohnten Instrumente Mandoline und Kontrabass machen die Live-Darbietung äußerst reizvoll. Eine vielversprechende, sehr sympathische Band, auf deren Debüt-Album im Herbst man gespannt sein kann!
Fabio Russo dürfte einigen vor allem als Sänger seiner Band Blinds bekannt sein. Heute steht er jedoch alleine auf der Bühne und präsentiert sein Solomaterial. Der Mann verfügt wirklich über eine unglaubliche Stimme, die im 59:1 für kollektive Gänsehaut sorgt. Leider fehlt es den Songs, die nur von der Gitarre begleitet werden, noch ein bisschen an Abwechslung, sodass der Set streckenweise seine Längen hat. Dennoch ein beeindruckender Auftritt, der sicher allen Anwesenden in Erinnerung bleiben wird.
Die Headliner ALSO sind eine Indie-Band im wortwörtlichsten Sinne. Die Jungs nehmen ihre Alben selbst auf, organisieren ihre Touren selbst und verkaufen ihre T-Shirts selbst. Durch reine Mund-zu-Mund-Propaganda (neudeutsch: Myspace) gelingt es dem Trio aus Los Angeles, selbst in Großbritannien und Deutschland die Clubs zu füllen.
Obwohl man den drei Herren durchaus anmerkt, dass sie ihr Handwerk schon seit längerer Zeit beherrschen, haben sie den Spaß auf der Bühne noch lange nicht verloren. So fordert Sänger Drew Conrad unter anderem das Publikum zum Kauf der T-Shirts auf, damit die Band die Rückreise finanzieren kann.
Trotz der späten Stunde zeigt sich das Publikum begeistert vom Auftritt der Amerikaner. Die eingängigen Melodien und dunkle, markante Gesang von Drew Conrad wissen auch durchaus zu überzeugen. Zwischenzeitlich findet sich sogar ein engumschlungen tanzendes Pärchen vor der Bühne.
ALSO spielen hauptsächlich Titel ihres aktuellen Albums By Now You Should Know, sind jedoch auch für Vorschläge offen: Einen "älteren Song, den wir lang nicht mehr gespielt haben" spielt die Band höchstpersönlich auf Wunsch des Veranstalters. Bei soviel Einsatz kaufen wir doch auch gern noch ein T-Shirt, damit ALSO bald wiederkommen können! Bettina Koch
(05.08.09)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...