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Pardon Ms. Arden: München
Wednesday, 12 August 2009 00:07

Das Atomic wird bald zu klein für PMA"Das Atomic ist voll, und das nur wegen uns!" Sänger Nick hat's genau richtig erkannt. Pardon Ms. Arden spielen nach unzähligen Shows als Vorgruppe kleinerer und größerer Bands heute endlich ihr erstes Headliner-Konzert in Münchens Indie-Wohnzimmer, dem Atomic Café.

 

Somit dürfen sie sich also noch entspannt zurücklehnen, während This Is The Arrival den Abend eröffnen. Durchschnittliche Bands gibt es viele, und das Quartett aus dem Münchner Umland ist eine davon. Im Arbeitszeugnis würde eine solche Leistung wohl unter "hat sich stets bemüht" laufen. Die Jungs sind nicht schlecht, so richtig im Ohr hängen bleiben will aber kein Song, obwohl Sänger Mario Clement über eine wirklich gute Stimme verfügt. Die kann eine Kitschballade wie Stella, die entfernt an das unsägliche Candy von Ash erinnert, aber leider auch nicht mehr retten.

 

Geschmäcker sind jedoch glücklicherweise verschieden, und This Is The Arrival haben durchaus ihre Fans mitgebracht und kommen beim Publikum auch größtenteils gut an, sodass Pardon Ms. Arden sich um kurz nach 22 Uhr schon einer schwitzenden Menge gegenüber sehen. Die drei waren nach eigener Aussage vor dem Konzert übrigens so nervös, dass sie "entgegen sonstiger Gewohnheiten diesmal sogar eine Setlist haben."

 

Von Nervosität ist allerdings nichts zu spüren. Nick, Tom und Alex haben inzwischen auch wahrlich genug Bühnenerfahrung. Neben altbekannten Titeln wie Disco Queen und I Can't See Point präsentieren sie auch einige neue Stücke, die hoffen lassen, dass das dritte Album der Band nicht mehr allzu lang auf sich warten lässt. Wie man es von Pardon Ms. Arden nicht anders kennt, feiert das Publikum jeden Song ab, tanzt, klatscht, springt und folgt jeder Mitsing-Aufforderung. Die Jungs haben sich inzwischen eben eine echt Fangemeinde erspielt.

 

Pardon Ms. Arden haben in den letzten Jahren nicht nur unermüdlich auf jeder Bühne in und um München gerockt, sondern inzwischen auch eine gewisse mediale Präsenz erlangt. Anders gesagt: An dieser Band kommt man einfach nicht mehr vorbei! Das zeigt sich vor allem bei der aktuellen Single This Ain't Indie (This Is A Revenge), bei der das Publikum außerordentliche Textsicherheit beweist. Weiteres Highlight ist der neue Song Let's Get It On, der Einigen sicher als offizieller Song des FanWalks bei den MTV European Music Awards bekannt sein dürfte.

 

Neben erstklassiger Musik präsentieren Pardon Ms. Arden auch immer wieder nette Unterhaltungseinlagen auf der Bühne. So lassen sie sich zum Beispiel vom Barpersonal Jägermeister servieren. "Jetzt fühlen wir uns wie die Five! Fast!! Hits!!!", witzelt Nick in Anspielung auf die ehemalige Haus-und-Hof-Band des Atomic Café. Nach knapp 90 Minuten und mehreren lautstark geforderten Zugaben beenden Pardon Ms. Arden ihren Set schließlich mit ihrem "ersten Hit aus dem Jahre 1993", einer grandiosen Cover-Version von Haddaways What Is Love.

 

Diese Band ist eindeutig auf dem Weg nach ganz oben, und wer heute dabei war, wird vielleicht bald erzählen, wie er Pardon Ms. Arden "damals noch in 'nem ganz kleinen Club" gesehen hat. Bettina Koch

 

(11.08.09)

 

 

 

 




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