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Hot Hot Heat: München
Friday, 07 September 2007 02:05

Muss man gesehen haben: Hot Hot Heat

 

"Germans like to have a funky time" stellten Hot Hot Heat am 3.9. auf ihrem Konzert im Atomic Café, München, fest und sorgten dann auch an diesem Abend dafür, dass unsere Redakteurin Eva Deinert und alle anderen Konzertgänger eine „funky time" hatten.

 

 

Das ausverkaufte Atomic Café platzte aus allen Nähten, denn die Kanadier Hot Hot Heat haben sich längst auch in der deutschen Indie-Rock-Landschaft einen Namen gemacht und lockten somit die Münchner am Montag Abend zum Konzert.

Young Love im Atomic

 

Doch bevor die Band um Sänger Steve Bayes die Massen rockte, oblag das Anheizen den New Yorker Jungs von Young Love - zu meiner persönlichen Freude. Sänger Dan Keyes sprang über die kleine Atomic-Bühne wie ein außer Kontrolle geratener Flummi und sein Bassist erinnert stark an Jack Black. Young Love machen melodischen, innovativen und energiegeladenen Indiesound, gemischt mit 70er Disco-Vibes, wie man es gerade öfter hört. Doch ihre Musik hat einen eigenen Charakter, die Gitarrensounds sind einfallsreich und eigenständig. Wenn der groß gewachsene Keyes singt "We find another way to dance", möchte man sofort mitzappeln und mit ihm wild herumspringen. Doch da der Stil von Young Love ein ganz anderer als der von Hot Hot Heat ist, empfand das Münchner Publikum das eher nicht so und war noch sehr zurückhaltend. Dabei sind Young Love definitiv eine Liveband: Erst wenn man sieht, wie das wilde Energiebündel Dan Keyes seine Musik lebt, ist man richtig überzeugt von der Band.

 

Doch als Hot Hot Heat auf die Bühne traten war es mit der Zurückhaltung des Publikums vorbei. Bei Songs wie Let Me In, Middle of Nowhere oder You Owe Me An IOU bleibt kein Beinchen unbewegt - das liegt schon in der Natur der Songs! Und so gingen Wellen durch das Atomic - die Stimmung ausgelassen, die Menge begeistert und Steve Bayes nicht kaputt zu kriegen! Er stand Dan Keyes in Einsatzbereitschaft in nichts nach, so dass bald sein Lockenkopf ordentlich verschwitzt war. Das Publikum dankte es ihm durch Jubelrufe, was wiederum Hot Hot Heat begeisterte, so dass sicherlich ein Höhepunkt des Konzerts war als Sänger Steve Bayes von der Bühne stieg und zu den Konzertgängern gesellte.

 

hothotheat_1_150Mein persönlicher Höhepunkt hingegen war, einen winzigen Teil des Konzertes Seite an Seite mit dem - man muss das hier einfach Mal auf den Punkt bringen - attraktiven Young Love-Sänger zu bestreiten, der sich ebenfalls unters Volk gemischt hatte.

 

Fazit des Abends lautet : Familiäre Kuschel-Atmosphäre im Atomic mit sensationellen Live-Acts, die für ein ordentliches Workout am Abend sorgten und die ausgepowerten Konzertbesucher mit Goodnight, Goodnight ausgepowert, selig und zufrieden ins Bett schickten. (Eva Deinert)


(03.09.2007)




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