| Broken Records: München |
| Thursday, 24 September 2009 11:28 | |||
"Wenn das Oktoberfest dich nervt - geh nicht hin!" (frei nach If The News Makes You Sad, Don't Watch It) schien sich der eine oder andere Münchner am Mittwoch zu denken und schlug statt dessen beim Konzert von Broken Records im Ampere auf. So auch Sara vom LAXMag.Die siebenköpfige Band aus dem schottischen Edinburgh feierte erst letzten Monat auf dem Haldern Pop Festival ihre Deutschland-Premiere. Für ihr erstes Gastspiel in München haben sich Broken Records aber einen schlechten Zeitpunkt ausgesucht: Man weiß nicht genau, ob sich das Münchner Publikum noch vom ersten Wiesn-Wochenende erholt oder schon wieder im Bierzelt versumpft - jedenfalls glänzt es heute mit Abwesenheit. Den Musikern ist die Enttäuschung anzumerken, Sänger Jamie Sutherland kommentiert die Situation aber mit sarkastischem Humor: "Wir werden gleich anfangen, hier Laola-Wellen zu starten." Ihr Set beginnen Broken Records wie auch das Debütalbum Until The Earth Begins To Part mit dem Opener Nearly Home. Man merkt es den Bandmitgliedern an - die Bühne und die Musik ist ihr Zuhause, sie sind völlig versunken in die fast erhaben wirkende Melodie und zeigen bei jedem Ton vollen Einsatz. Wahrscheinlich würde sich daran nicht einmal etwas ändern, wenn kein einziger Zuhörer vor der Bühne stünde. Die Anwesenden danken es ihnen mit resolutem Applaus. Weiter geht es mit dem energiegeladenen, schon erwähnten If The News Makes You Sad, Don't Watch It. "But if you say it's alright, I guess it is," singt Jamie Sutherland, und genauso ist es: Hier, in diesem Moment, fernab von Wiesn und Krise, darf sich ein jeder in der Musik verlieren und die Welt da draußen für eine Weile vergessen. Begleitet von Cello, Geige und Akkordeon schwirrt die Ausnahmestimme des Sängers durch den Raum und zieht jeden Zuhörer in ihren Bann. Broken Records beherrschen die Kunst, Songs zu schreiben, die beim ersten Hören überzeugen und dank ausgefeilter Strukturen beim zwanzigsten Hören immer noch nicht langweilig werden. Nach einer ruhigeren Phase, in der auch das nachdenkliche Ghosts zum Besten gegeben und als "the quiet song on the album" angesagt wird, legt die Band richtig los: Zuerst ermahnt der Frontmann die Zuschauer, endlich die Hände aus den Hosentaschen zu nehmen. Dann gibt es mit If Eilert Loevborg Wrote A Lovesong, It Would Sound Like This und A Good Reason eine ordentliche Ladung Polka auf die Ohren und in die Beine - es wird fleißig getanzt, denn über zuwenig Platz kann sich ja leider niemand beklagen. Ihr reguläres Set beenden Broken Records mit Slow Parade. Die auch auf Platte vorhandene Pause in der Mitte des Songs zieht die Band übermäßig in die Länge, als wolle sie die Geduld des Publikums testen. Das meistert die Herausforderung mit Bravour: Mucksmäuschenstill ist es im Ampere, die notorischen Konzertquatscher und Flaschenklirrer sind heute weggeblieben - und es vermisst sie wirklich niemand. Dann darf wieder im 6/8-Takt weitergeschunkelt werden, während Jamie Sutherland über das singt, weswegen alle hier sind: "Here come the drums and the beat..." Sara Haußleiter (23.09.2009)
|








Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...