| LAXLieblinge: Stars for the Banned |
| Thursday, 08 October 2009 01:00 | |||
So wie ein dunkler Nachthimmel die Sterne sichtbar macht, ist er auch manchmal Grundlage und Bühne für wirklich gute Musik - die dann umso heller leuchtet. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Wiener Klangkünstler Stars for the Banned. Sara vom LAXMag hat ihn für euch unter die Lupe genommen.Hinter Stars for the Banned verbirgt sich der 26-jährige Student Robert Günther, der seit über zehn Jahren auf der Bühne steht und es liebt: "Oft überkommt mich plötzlich eben dieses Gefühl und ich muss mich sofort hinsetzen und Musik machen.", sagt Robert. Dann tüftelt er in seinem kleinen Wohnzimmerstudio mit Laptop, Piano oder Gitarre an Songs, die bald seine erste Platte schmücken werden. Für Live-Auftritte gibt es Unterstützung von zwei guten Freunden, die neben Schlagzeug und Bass schon mal andere Instrumente bedienen dürfen. Denn Robert hat eine Vorliebe für Ausgefallenes und setzt auch gerne die Kalimba oder das indische Harmonium ein. Den Songs hört man die vielen schlaflosen Nächte, die der Künstler vermutlich vor dem Laptop verbracht hat, deutlich an. Wer schon mal morgens um vier in der Dunkelheit nach einem Clubbesuch nach Hause gelaufen ist, kennt das Gefühl: Die Nacht verwandelt alle Dinge, Stille und Lärm klingen anders, es ist friedlich, seltsam und auch ein wenig beängstigend. So merkwürdig, bedacht und verwunschen schön klingt die Musik von Stars for the Banned. Mit großer Sorgfalt legt Robert die verschiedenen Klangschichten übereinander, mischt klassische und experimentelle Elemente, bis jeder Ton genau an seinem Platz sitzt. Zwischendurch, so könnte man meinen, wirft er manchmal einen Blick in den Nachthimmel, greift sich ein paar Sterne und platziert sie als funkelnd helle Glockenspielklänge über den Melodien. "Die eigene Dunkelheit ein wenig zu erhellen und verzieren empfinde ich als schöne Metapher für das, was meine Musik für mich selbst und auch andere bedeutet." Wie das bittersüße Lieblingslied, bei dem man sich in einer Clubnacht für ein paar Minuten die Sorgen vom Leib tanzen kann, so sollen auch die Songs von Stars for the Banned ein wenig Trost spenden. Wer die "Verbannten" sind, von denen der Bandname erzählt, verrät uns Robert auch: "Menschen, die ihr Leben nicht auf der sicheren Seite bestreiten, sondern sich - mag es auch noch so unrealistisch sein - ganz dem, was sie wirklich glücklich macht, widmen, ohne Rücksicht auf Verluste." Und deswegen vielleicht am Rande der Leistungs- und Konsumgesellschaft stehen. "Banned" bedeutet ja aber nicht nur "verbannt", sondern auch "verwunschen". Und so wohnte dem Außenseitertum, dem Zeigen der eigenen Schwächen und Wunden schon immer ein ganz eigener Zauber inne. Soviel interessanter sind diese Themen, und soviel interessanter ist die Musik von Stars for the Banned, als sich nur mit den schönen Seiten des Lebens zu beschäftigen. Party for the Weak heißt ein Song, und er klingt, als wolle er die eigene Verletzlichkeit feiern - paradox und gleichzeitig symbolisch für das, was diese Musik besonders macht. Dazu ist Robert mit einer Stimme gesegnet, die für nichts anderes gemacht scheint, als über diese Dinge zu singen. Nicht umsonst hat ihm das schon den einen oder anderen Vergleich mit Radiohead eingebracht. Nach alledem verwundert es nicht, dass Robert seinen musikalischen Weg mit einer großen Portion an Idealismus beschreitet. Von der Musik leben zu können, sich voll und ganz auf die Kunst konzentrieren zu können, sei natürlich sein größter Wunsch, sagt er. Dafür hat er schon einiges an harter Arbeit investiert. Seinen ersten Live-Gig vor knapp einem Jahr bestritt Robert als Support von niemand Geringerem als Get Well Soon. Konstantin Gropper und seine Band waren so begeistert, dass sie ihn prompt für zwei weitere Konzerte nach Deutschland einluden. Es sieht also so aus, als könnte Robert alias Stars for the Banned seinem Traum in nächster Zeit ein Stück näher kommen. Solange er dabei nichts von der Melancholie einbüßt, aus der seine Songs gemacht sind, kann man ihm das nur von ganzem Herzen wünschen. Sara Haußleiter Vier Songs von Stars for the Banned gibt es hier zum kostenlosen Download -->
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...