| Emiliana Torrini: München |
| Monday, 05 October 2009 13:10 | |||||||||||||||||||
Emiliana Torrini beehrt München mit ihrer Anwesenheit. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr singt die Isländerin für ihre bayerischen Fans, diesmal in der großen, gut gefüllten Muffathalle. Tine vom LAXMag ist ihr erneut auf die musikalische Reise gefolgt.
Emiliana hat sich wieder schick gemacht und trägt ein kurzes Patchworkkleid. Statt Flechtfrisur gibt es diesmal mit schwarzen Extensions verschönerte Haare. Zu den Klängen von Dead Duck kommt sie auf die Bühne, legt dann aber mit Fireheads los. Ihr Deutsch ist noch besser geworden und so erzählt sie zwischen den einzelnen Songs die eine oder andere Anekdote aus ihrem Leben und zur Entstehung der einzelnen Lieder. Sie redet gerne, muss aber auch ihrer Band Zeit verschaffen, damit diese Gitarre und Bass austauschen können, denn jeder Song hat ein anderes Tuning. So erfahren wir, das sie die Stimmung mag, wenn die Luft nach einem Regenguss "klebrig" ist und sie die Fenster aufreißt, sich ein Glas Rotwein einschenkt, "Megadeath auf 11 dreht" und dann "ein bisschen Liebe macht". Während der Songs versinkt sie vollkommen in ihrer Musik, singt die ruhigeren Lieder mit geschlossenen Augen und ihrem niedlichem isländischen Akzent. In ihrem glühenden Gesicht spiegeln sich die geballten Emotionen wider, die sie scheinbar mühelos in ihre Stimme zaubert. Für schnellere Stücke bewegt sie sich fast marschierend auf der Stelle, den Kopf zur Seite geneigt. Immer hat sie ein Lächeln auf den Lippen, genießt jeden Augenblick ihres Auftritts. Die Setlist: Eine bunte Mischung ihrer Alben. Lifesaver, neben Today Has Been Ok neben Me And Armini. Ein Stück, an dessen Entstehung sie sich nicht wirklich erinnern kann, aber bei dem sie annimmt, dass ein Geist wie bei "Ghost – Nachricht von Sam" in sie gefahren ist und den Song für sie gesungen hat. Dem Whiskey sei Dank! Den musikalischen Höllenschlund öffnet sie mit Gun, einem Song, der trunken von Echoklängen länger, größer und ekstatischer als auf Platte zelebriert wird und bei dem die Band alle Register ziehen darf. In rotes Licht getaucht, wird das Gitarrenkabel zweckentfremdet und mit ihm verzerrte Knallgeräusche erzeugt, das Schlagzeug bricht aus, Emiliana faucht katzenhaft ins Mikro und fügt der Gitarre das perkussive Element hinzu. Zum Träumen hingegen regt der Zwischenpart von Birds an, bei dem psychedelische Synthiesounds und tiefes Bassgrummeln die Gedanken zum Wegschweben anregen. Höhepunkt des Abends für das Publikum ist eindeutig der Hit Jungle Drum. Ein Song, bei dessen Refrain man Angst haben muss, dass Emiliana ihre eigene Zunge verschluckt. Aber alles geht gut und der Applaus ist groß. Sie selbst versteht den Hype um den Song weniger und dankt Heidi Klum an dieser Stelle für die Verwendung des Stücks in ihrer Model-Show. Nachdem sie gehört hat, dass Jungle Drum auf der Wiesn von besoffenen dickbäuchigen Oktoberfestbesuchern beim Karaoke singen zweckentfremdet wird, wünscht sie sich Youtube-Videos, um das Spektakel mit eigenen Augen sehen zu können. Zwei Zugabensets hat sie vorbereitet, die auch die ZuschauerInnen mit einbeziehen. Emiliana zupft hierbei das erste mal selbst die Gitarre und wünscht sich, dass alle zusammen mit ihr und der Band den Refrain von Prudence singen, denn "No one gives a shit". Und so verwandelt sich die Halle in einen großen Chor aus Menschen, die mit einer großartigen kleinen Frau zusammen Musik machen. Christine Bulla
(04.10.09)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...