| The Horrors: München |
| Friday, 13 November 2009 22:56 | |||||||||||||||||||
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Rückblende: Im Jahr 2006 lösten die fünf Jungs aus London mit ihren ersten EPs eine Goth-Punk-Welle aus, die schnell von der Insel aus auch nach Deutschland überschwappte. Die modebewussten, meist jugendlichen Fans tauschten flink die Chucks gegen spitze Lederstiefeletten, Eyeliner war plötzlich auch für Jungs wieder tragbar, und ohne Haarspray und Toupierkamm brauchte man gar nicht aus dem Haus zu gehen. Konzerte von The Horrors waren geballte, schwarze Punkenergie, Faris Rotter tobte wie ein Irrer über die Bühne, hangelte sich an jeder noch so gewagten Bühnenkonstruktion entlang und sprang auch gern mal durchs Publikum, um mit Druckerschwärze bleibende Handabdrücke an den mühsam gestylten Outfits seiner Fans zu hinterlassen. Die Band bearbeitete dazu wie eine Gruppe Berserker ihre Instrumente. Kurzum: Ein Horrors-Konzert war ein echtes Erlebnis, von dem man mit leuchtenden Augen noch Wochen später erzählen konnte. Im Jahr 2009 sind die Fans immer noch jung und perfekt gestylt, The Horrors aber haben mit ihrem zweiten Album Primary Colours eine neue Richtung eingeschlagen. Das Tempo wird deutlich rausgenommen, und die schwarze Farbe bleibt im Schminkköfferchen. The Horrors wollen wohl nicht länger die Gothik-Posterboys sein, sondern als Musiker ernstgenommen werden. Doch weder sind die Jungs begnadete Songwriter, noch besonders gute Instrumentalisten. Das Besondere der Band war von jeher die ungezügelte Energie und der düster-trashige Aspekt ihrer Musik, die perfekt als Soundtrack zu einem C-klassigen Gruselfilm dienen könnte. Doch damit scheint es nun endgültig vorbei zu sein. Während The Horrors im 59:1 mechanisch einen neuen Song nach dem anderen runterspielen, bewegt sich keiner der Musiker kaum mal auch nur einen Schritt zur Seite. Selbst Faris Rotter steht da wie angenagelt und streicht sich höchstens mal durchs Haar. Man hat den Eindruck, als wäre die Band eigentlich gerade gern ganz woanders. Keiner scheint wirklich Lust zu haben, jetzt ein Konzert zu spielen. Die meiste Spielfreude an diesem Abend gab es bereits vor der Show zu bewundern, als die Band beim Soundcheck den Flummy von Gitarrist Joshua durch den Club warf. Der Sound ist zudem schlecht gemischt, die Stimme des wohl leicht erkälteten Faris viel zu leise. Da hilft auch der drei- bis fünffache Hall nicht mehr, der mitunter über den Gesang gelegt wird. Auf Ansagen oder Interaktion mit dem Publikum scheint die Band ebenfalls keine Lust zu haben, nicht einmal ein gelegentliches "Thank you" gibt es zwischen den Songs zu hören. Erst ganz am Ende finden The Horrors kurz einmal zu ihrer alten Form zurück. Doch da haben sie mit ihrer unmotivierten Performance bereits so enttäuscht, dass selbst Faris' halbherzige Klettereinlage und sein zweiminütiges manisches Toben nichts mehr retten können. Vielmehr bleibt der Beigeschmack einer unglaubwürdigen Inszenierung, mit der auch den Fans der ersten Stunde noch schnell gedient werden soll, bevor die Band nach nur einer Stunde kommentarlos die Bühne verlässt. Bettina Koch
12.11.09
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...