| Art Brut: München |
| Saturday, 22 September 2007 11:26 | |||
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Art Brut sind am Ende ihres Konzertes in der Münchner Elserhalle angelangt und rocken nach dieser Ansage auch konsequent den „drinking song" Good Weekend. Bis zu dem Highlight des Abends, der sich wie so oft in endlosen „Art Brut - Top of the Pops"-Chören aus dem Publikum auflösen wird, gab es von den fünf New-Cross-Poppern knappe eineinhalb Stunden Live-Spektakel, wie es der Konzertbesucher gern hat.
Allen voran spinnt Eddie Argos seine exzentrische Show. Der blasse, nicht unbedingt gestählte Körper dreht und windet sich im halb offenem Hemd mit überdeutlichen Schweißflecken. Lange hält Argos das Seilspringen mit dem Mikrokabel nicht aus. Stattdessen klopft er sich immer wieder mit einer Geste der Selbstbezichtigung auf die Brust, um die in seinem typischen tongue-in-cheek Sprechgesang verbreiteten Lyrics zu bestärken. Irgendwie ist seine ganze verdruckste Körpersprache Ausdruck des neuen Plattentitels It's a bit complicated. Neue Titel gibt es dann auch zu genüge in live: People in Love, Nagnagnag, Late Sunday Evening, Post Soothing out - Wie zuvor singt/redet Eddie Argos entweder von Popmusik oder der Unmöglichkeit des Zusammenlebens zwischen Junge und Mädchen. Darin ist er besonders gut und entgegen eigener Angaben auch sehr ironisch. Hat er sich wohl von seinem Teenie-Idol Jarvis Cocker (Pulp) abgeschaut.
Live klingt das alles dank Gitarrist Jasper Future rockiger und straighter als auf dem mit Trompeten- und Big-Band-Sound verzierten zweiten Album. Eddie Argos wirbelt entsprechend in großer Rockstar-Attitüde über die Bühne bis ihm auch die letzte Strähne des unglaublich furchtbaren und daher besonders hippen Pottschnitts schweißig in der Stirn klebt. Apropos Modesünden: Leider ist der spärliche Schnurbart ab, der Argos' spleenigen Look eine Zeit lang vervollständigte.
Aber machen wir keinen Hehl daraus: Obwohl It's a bit complicated als durchaus passabler Nachfolger des Albumdebut Bang Band Rock'n'Roll gilt und gute Kritiken allerorten einkassiert hat, wollen die Fans in der Halle Hits hören. Und auch damit sparen Art Brut an diesem Abend nicht, wühlen die guten alten Geschichten um Ex-Freundin Emily Kane und dem kleinen Bruder, der den Rock'n'Roll für sich entdeckt hat, hervor. Lückenloses Mitsingen möglich. Ein bisschen zu schnell ist der Abend vorbei und trotz guter Stimmung ist man ganz sicher nicht, ob Art Brut heute in Bestform waren. Gewollt lässig oder gelangweilt routiniert - der Übergang ist manchmal fließend. Die Ansagen etwas zu automatisch abgespult, die Songs einen Tick zu lieblos aneinander gereiht - vielleicht waren die fünf durstigen Indierocker in Gedanken schon bei Herrn Ude und seinem Fassanstich auf der Wiesn. (Petra Schönhöfer)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...