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Moneybrother: München
Friday, 28 September 2007 01:48

moneybrother43Anders Wendin aka Moneybrother enterte die Bühne der Kleinen Elserhalle zu München. Den Abend nur als Konzert zu bezeichnen wäre untertrieben. Wendin lieferte mitsamt Band eine großartige Show ab, eine Eruption der guten Laune, ein Feuerwerk der Unterhaltung.



Als die sechs Mann auf die Bühne kamen, war die lange Umbaupause zwischen Anheizer Franz Kasper und Moneybrother vergessen. Innerhalb weniger Sekunden riss der charismatische Frontmann das Publikum in den Bann und sorgte für viele grinsende Mädchen-Münder. Klar: Wer sollte einem Gute-Laune-Paket in James-Dean-Klamotten und verblüffender Ähnlichkeit zu Sean Penn widerstehen können... Zum Glück informierte er die Fans nicht darüber, in welchem Hotel er übernachtet - der Portier hätte sonst in der Nacht mit einer Horde Damen kämpfen müssen.



Stattdessen sprang er über die Bühne und hielt nicht nur die Zuhörer, sondern gar seine eigene Band bei Laune. Wenn Saxofonist Gustav Bendt zum Solo blies, feuerte Wendin ihn förmlich an und schaute begeistert wie ein kleiner Junge, der zum ersten Mal den eigenen Fußball in der Hand hält. Preschte Drummer Magnus Henrikkson mal über sein Ziel hinaus und klopfte bei ruhigeren Stücken etwas grober ins Schlagzeug, pfiff ihn der wieder Chef zurück. Moneybrother als wahrer Teamkapitän, der seiner Mannschaft eine ehrwürdige Verlängerung verdiente.



Ein Leader, der nicht nur seine eigene Truppe zu motivieren weiß, sondern dem es auch an Umgangsformen nicht mangelt. So bedankte sich Moneybrother mehrmals ausgiebig beim Publikum dafür, dass es trotz stark Konkurrenz - dem Oktoberfest - zum Konzert gekommen ist. Überhaupt sucht er den Kontakt zur Masse, spricht - wenn auch leider unverständlich - durchweg mit den gröhlenden Fans in den ersten drei Reihen. Er sei unglaublich dankbar, berührt und freue sich übermäßig über die zahlreichen Zurufe und Hände in der Höhe.



"Ich freue mich so, dass ihr alle hier seid, obwohl doch gerade Oktoberfest ist! No man, Oktoberfest. Da waren wir heute auch. Drei Stunden lang.  Dort musst du die Hände immer in der Hosentasche behalten! Sobald du sie raus holst, hast du ein Bier in der Hand. Das ist krank!" Und da freut er sich, unser Moneybrother, denn seine Laune steht der der Fans in nichts nach und sein Übermut überträgt sich ohne Zögern auf jeden einzelnen Konzertbesucher im Raum.


Nach 70-minütiger Show-Einlage hätte auch keiner der Anwesenden die Band von der Bühne gelassen. Versuche, in den Backstage-Bereich zu flüchten, wurden mit Zugabe-Rufen zunichte gemacht. Es folgte eine Orgie an Ehrenrunden, die beweisen, was jeder Fan sowieso schon weiß: Moneybrother ist ein großartiger Künstler. Rock´n´Roll, der live noch mitreißender und beeindruckender ist, als auf sämtlichen Studioplatten. (Dominik Hoferer & Nina-Carissima Schönrock)


(27.09.2007)




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