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Auf der Bühne: Viele Locken, eine Menge Schwarz, lauter und intensiver Rock, opulenter Sound und ganz viel Testosteron. Vor der Bühne: Din von der Musik angesteckter, fast überkochender Kessel aus begeisterten Fans. Wo wir uns gerade befinden? Mitten im ausverkauften Konzert von Wolfmother, das die australische Band in der Tonhalle gab.
Die Retro-Rock-Darbietung von Frontmann und Lockenkopf Andrew Stockdale und seinen drei Bandkollegen trägt das Publikum gleich mit dem ersten Song Dimension in eine völlig andere – ja, genau – Dimension. Wolfmother, die seit 2008 in neuer Besetzung spielen, nachdem Chris Ross und Myles Heskett die Band verließen, beamen ihre Zuhörer mit ihren meterdicken Gitarrenwänden, dem jauligen Gesang von Stockdale, dem gigantischen Schlagzeugbeat und dem permanent an- und abschwellenden Sound in die Zeiten von Led Zeppelin, Deep Purple und anderen alten Knackern zurück.
Was Wolfmother hier präsentieren, ist lauter und dreckiger Rock – den sich so manche Indiebands wohl nur noch von ihren Schuhsohlen kratzen würden. Musikalisch und visuell befinden wir uns inmitten einer riesigen Rockshow – nur das hier nichts inszeniert, sondern alles echt und schonungslos erscheint. Neu ist das zwar alles nicht, aber die jugendliche Wildheit und Energie, die Stockdale & Co. in ihre Musik legen, sieht man selten.
Im Publikum größtenteils Männer, die den vier Musikern auf der Bühne quasi zu Füßen liegen und jeden Song mitgrölen. Vereinzelt ein paar Mädels, die eher so aussehen, als hätte ihr Freund sie mit zum Konzert seiner Lieblingsband geschleppt.
"Was für ein Tier!" Dieser Satz geht einem an diesem Abend des öfteren durch den Kopf, wenn man sich die wie manisch wirkenden Musiker anschaut, die wie wahnsinnig ihre Instrumente bearbeiten. Drummer Dave Atkins prescht wie wild auf sein Instrument ein und bringt dafür seine gesamte Körpermasse mit ins Spiel. Ian Peres – der mit Sänger Stockdale um die schönste Lockenpracht der Band buhlt - kompensiert seinen eher schmächtigen Körperbau damit, dass er immer einen Gang höher eingelegt zu haben scheint als seine Kollegen und abwechselnd die Tasten seines Keyboards und die Saiten seines Basses bearbeitet.
Dass Sänger Andrew eine kreative und auffälligeRampensau ist, muss er keinem mehr beweisen. Dass er aber außerdem noch ein hervorragender Gitarrist ist, dessen Fingerfertigkeit sogar Jimi Hendrix vor Neid erblassen ließen, ist erstaunlich. Der vierte Mann im Bunde ist Gitarrist Aiden Nemeth. Er ist das ruhige Genie der Band und wirkt das ganze Konzert über gleichzeitig konzentriert und völlig verloren in seiner Musik, während sich seine Gitarre ihren Weg durch den Druck der Rhythmussektion friemelt.
Wolfmother spielen Songs ihrer beiden Alben Wolfmother und Cosmic Egg und beenden ihr Set mit einer großartigen Version von Joker & Thief. Die Melodien, die einen schon auf CD nicht mehr losließen, funktionieren live auf der Bühne und gepaar mit der unbändigen Energie noch fabelhafter. Text: Gina Kutkat / Foto: Itje Kleinert
(29.01.10)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...