| Elias Kreuzmair + Tom Lüneburger: München |
| Monday, 15 March 2010 14:44 | ||||||||||||
Was haben ein Autor, ein Musiker und ein Reh gemeinsam? Sie haben sich bei Bands'n'Books die Bühne geteilt. Ein kurzer Rückblick auf einen Abend mit Elias Kreuzmair, Tom Lüneburger und Bambi.Ein halbes Hundert Menschen hatte sich eingefunden, um bei Bands'n'Books #2 im Café Muffathalle in München mit dabei zu sein. Genügend, um alle Sitzplätze zu füllen und mehr, als der Berliner Singer/Songwriter Tom Lüneburger überhaupt bei einem seiner Konzerte erwartet hatte. "Ohne Witz, das ist das beste Publikum, das ich an diesem Wochenende hatte!", witzelte er auf der Bühne und hinterher am Merchandising-Stand. Er ist glücklich über den gelungenen Abend, das zahlreiche Erscheinen der Gäste und die Geschichten von Elias Kreuzmair - doch was ist eigentlich passiert? Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr hat das LAXMag zu einem Indie-Event der besonderen Art geladen: Konzert und Lesung vereint in einem Abend, auf einer Bühne. Auf dieser Bühne ein Stuhl, ein Tisch - gedeckt mit Leselampe, Mikrophon und Wasser - und ein Reh. Das alles steht bereit für den Münchner Jungautor Elias Kreuzmair, der den Abend eröffnet und schnell erkennen lässt, warum gerade er zum Absolvent des "Manuskriptum - Münchner Kurse für kreatives Schreiben" wurde. Vier Geschichten hat er mitgebracht, die in all ihrer Untschiedlichkeit doch eine Gemeinsamkeit haben: Sie sind "dagegen". Diese Haltung kann man in ihnen suchen und wird sie finden. Sei es beim clownesken Picasso, dem leicht soziophoben wie lüsternen Benjamin oder bei Elias´ Mutter, deren Lebensweg der Autor selbst in einem huligenden Essay in gewählte Worte fasst. Nach knapp vierzig Minuten dann der Kulissenwechsel. Elias verabschiedet sich mit anhaltendem Applaus von der Bühne und entlässt nachdenklichel, bewegte und teils auch amüsierte Gemüter in eine kleine Umbaupause. Der Tisch weicht samt Stuhl einem mannshohen Mikrophonständer, die Literatur weicht der Musik - aber die große Lyrik bleibt. Denn die Songtexte von Tom Lüneburger sind persönlich, autobiographisch, emotional, aber auch durchdacht und mit verbalem Feinschliff versehen. Eine ganz neue Seite am Berliner Musiker, der mit seiner ehemaligen Band myballon die 2000er-Jahre mit Hits, sich selbst mit einer Menge Musikpreisen versorgt hat. Eine Seite an ihm, die nicht nur ihm selbst besser gefällt als sein altes Ich, sondern auch dem Zuhörern. Die sind begeistert vom gefühlvollen und eher wortkargen Singer/Songwriter, dem Mann, der nicht mehr braucht als seine Stimme und eine Gitarre, und der bei Bands'n'Books sein frisch erschienenes Debütalbum Good Intentions vorstellt. Applaus und Jubel steigern sich nach jedem Lied, bis sich Tom Lüneburger mit seinem persönlichen Favouriten der Platte, Picture, vom Münchner Publikum verabschiedet. Zwei Zugaben später wechselt die Aufmerksamkeit dann von der Bühne zum DJ-Pult, an dem DJ Chris Fry noch die Plattenteller dreht und die letzten Schluck Bier der Gäste mit einer ordentlichen Portion Indie-Pop-Elektro-Rock versorgt. Tom Lüneburgers Gitarre lehnt einsam an der Wand, Elias´ Texte sind wieder in seiner Ledermappe verschwunden. Wir bedanken uns bei allen, die an diesem Abend mit dabei waren und freuen uns schon jetzt auf die nächste Runde bei Bands'n'Books #3! Nina-Carissima Schönrock (14.03.10) Elias Kreuzmair
Tom Lüneburger
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...