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Gisbert zu Knyphausen ist ein Phänomän, das immer einen Eindruck hinterlässt. Entweder fesselt einen die Musik oder es bleibt immerhin der Namen hängen. Für welchen Eindruck er bei seinem Konzert in München gesorgt hat, sagt euch unser Redakteur Dominik.
An diesem Abend im Mai spielte sich im Münchner Ampere etwas seltsames ab. Trotz der zahlreichen Menschen, die sich vor die Bühne zwängten, trotz neun Gitarren, einem Schlagzeug, mit dem eine Metal-Band auf die Pauke hauen könnte, einem Keyboard, weiteren Instrumenten und fünf Musikern kam eine Wohnzimmeratmosphäre auf.
Denn in der Mitte der Bühne stand das Interieur, ein Möbelstück namens Gisbert. Dass man seiner Einrichtung Namen gibt kennt man von IKEA. Auch wenn es nicht gerade angebracht ist, Gisbert zu Knyphausens Musik mit dem schwedischen Möbel-Discounter zu vergleichen, gibt es dennoch Parallelen. Denn irgendwie hat fast jeder ein Einrichtungsstück zu Hause, jeder kennt die Billy-Regale oder Lervik-Sofas. Genauso kennt jeder die Geschichten, die Gisbert in seinen Liedern erzählt, kann sich damit identifizieren und im Stillen kommt der Gedanke auf: Der Kerl hat einfach Recht.
Gisbert zu Knyphausen wirkte eher unscheinbar, er drängte sich nicht auf, war kein Selbstdarsteller, sondern kam sogar leicht verletzlich rüber, wie er so auf der Bühne stand, nur von einer Gitarre beschützt, die zwischen seinen Gedanken und dem Publikum baumelte.
Dieses wiederum sang die Songs mit, machte den Vornamen des Künstlers mit Gisbert-Rufen schon fast zu einer Marke. Sichtlich unangenehm waren zu Knyphausen diese Zuschauer-Reaktionen, er quittierte sie mit einem "Wie seid ihr denn drauf?". Der Zuruf eines Fans, der den Sänger zum "deutschen Bob Dylan" auserkoren wollte, tat er mit einem trockenen "Naja" ab und widmete sich dem, was er am besten kann: Liedzeilen voller Poesie vortragen. Texte, die nie triefend oder kitischig daher kommen, sondern Lebenssituationen in schöne und intelligente Wort verpackt.
Dazu wurde er begleitet von einer Band, die genauso unscheinbar wie namenlos - so nannte Gisbert seine Musiker - wirkte. Überraschend war hingegen, wie man trotz der erwähnten Intrumentengarnitur und fünf Personen auf der Bühne so ruhige Musik spielen kann.
Für Insider der Indie-Deutsch-Rock-Szene kann man den Abend mit folgendem Satz zusammenfassen: "Sorry Olli, dass du nur nah dran warst, aber Gisbert hat ihn neu erfunden." Text: Dominik Hoferer, Fotos: Nina-Carissima Schönrock
(21.05.10)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...