| Roman Fischer: München |
| Sunday, 13 June 2010 15:31 | |||
Vier Jahre hat sich Roman Fischer Zeit genommen, um sein drittes, schlicht selbstbetiteltes Album aufzunehmen. Jetzt steht der Wahlberliner schweißnass auf der Bühne des Münchner Atomic Café und findet einfach alles „geil".
So ist nicht etwa nur seine Band geil, sondern auch das Publikum, das sich trotz des geilen Sommerwetters an diesem Freitagabend für das glutheiße Atomic Café und gegen einen lauen Abend im Biergarten entschieden hat. Zur Belohnung für diese bei über 30 Grad sicher nicht ganz einfache Entscheidung gibt es für die Fans tiefe Einblicke in das Ende Juli erscheinende Album Roman Fischer, das einige Überraschungen bereithält. Nachdem in den vergangenen Jahren der Vergleich mit Maximilian Hecker bei jeder Gelegenheit bis zur Erschöpfung zitiert wurde, hat Roman Fischer heute wohl endgültig genug vom Image des schwermütigen Indie-Wunderkinds. Melancholie und Pathos beschränken sich bei Roman Fischer 2010 weitestgehend auf die poetischen Texte, die auch beim dritten Album wieder von bewundernswerter Schönheit sind. Musikalisch dagegen herrscht eine neue poppige Leichtigkeit vor. Roman Fischer hat den Sprung von der Schwermut zur Unbeschwertheit geschafft, ohne dabei an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Das liegt wohl nicht zuletzt am überaus charmanten Auftreten des Mittzwanzigers. Höchst professionell wirkt er, während er immer wieder mühelos von der Gitarre ans Klavier und zurück wechselt, und dabei doch genauso lässig, wie die Jungs, die im Publikum stehen. Und er lächelt. Nahezu ununterbrochen. Vielleicht ist es das, was Roman Fischer so sympathisch und den Abend so besonders macht. Der Sänger scheint völlig in seiner Musik zu ruhen, jede Note, die er singt, ist ein Teil seiner selbst. Mit seinem schon nach wenigen Songs komplett durchgeschwitztem T-Shirt und den verstrubbelten Haaren wirkt er optisch wie der klassische Indie-Posterboy, doch nichts, wirklich gar nichts an Roman Fischers Bühnenauftritt wirkt gewollt oder gar aufgesetzt. Er ist kein Freund großer Ansagen, lässt lieber die Musik sprechen und zieht so trotzdem oder gerade deswegen alle mühelos in seinen Bann. Die Zeit vergeht viel zu schnell, während Roman Fischer ein musikalisches Glanzlicht nach dem anderen zu einer strahlenden Lichterkette aneinander reiht. So bleibt uns am Ende nur die Freude aufs neue Album, und ein großes Dankeschön an Roman Fischer für den „geilen" Abend. Text: Bettina Koch/Fotos: Flo Tenk 11.06.10
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...