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Darwin Deez: München
Friday, 10 September 2010 08:27

Darwin Deez: Partytime!Darwin Deez aus New York City sind nicht nur ziemlich gute Musiker, sondern vor allem verdammt großartige Tänzer. Wer eine Karte fürs ausverkaufte Atomic Café gestern einlöste, bekam ein Music-Performance-Dance-Show der besonderen Art, eine Gute-Laune-Infusion und mehr Lebensfreude, als man tragen kann!

Darwin Deez geistern seit Anfang des Jahres durchs Netz. Ihre Tanzfilmchen auf Youtube sind überaus bekannt und beliebt. Im 80er Jahre Look und zu Electro-Synthi-Klängen macht Darwin mit seiner Band lustige synchrone Roboter-Bewegungen, Dance-Battles oder Tanzschritte, die an rythmische Sportgymnastik erinnern. "I'm Darwin Deez and I love to dance!", ist auf seiner MySpace-Seite zu lesen. Kein Wunder also, dass er die Tanzeinlagen, die er während der Show zwischen den Songs performte, auch stets als "Partytime!" bezeichnet.

Mit Up In The Clouds eröffneten Darwin Deez den Abend - und damit auch die "Partytime" fürs ausverkaufte Atomic Café. Schon beim zweiten Song, Constellations, der ersten Single von Darwin Deez, flippten die Münchner schier aus und ließen sich von der guten Laune der Band anstecken. Dass der Energiefunke von der Bühne aufs Publikum übersprang, war auch ganz klar daran zu sehen, dass die Fans immer näher rückten und kleine Mädchen mit Haarbändern im Laufe des Abends reihenweise auf die Bühne flogen, was Darwin auch mit Sorge beobachtete. Er half einem Mädchen, weil "she is pushed from side to side like paper in the wind". Dafür durfte sie eine "Partytime" hautnah erleben und auf der Bühne mittanzen. Überhaupt waren die Tanzeinlagen das abgefahrendste, was jemals vorm Glitzervorhang des Atomic Cafés präsentiert wurde. In Worten sind die kleinen Chroreographien gar nicht zu beschreiben, da hilft nur bei Youtube anschauen!

Doch Darwin Deez sind nicht nur begnadete Tänzer, sondern auch sehr gute Musiker. Von The City und The Coma Song bis Radar Dectetor überzeugten die New Yorker musikalisch und instrumentalisch. Deep Sea Divers gab's als Zugabe und Rauswerfer sowie einen sehr schönen, melancholischen Song von Darwin und Andrew, der dafür den Bass gegen Orgel tauschte. Bei den schnelleren Songs sprangen Bassist, Gitarrist und manchmal auch Darwin wild über die Bühne, warfen aus Versehen das Schlagzeug um und rockten, was das Zeug hielt. Darwin scherzte mit den Fans ("Do you know what time it is?" - "Partytime!") und Bassist Andrew Hoepfner gab eine Anekdote aus Hamburg zum Besten. Seine Message: "Bitte klaut nicht unsere Kleidung von der Bühne, wir haben nicht so viel davon, weil unser Van schon mit Instrumenten vollgestopft ist und wir keinen Platz für Koffer haben." Denn war wieder "Partytime!"

Schon beim Zuschauen und Zuhören schwappte die Gute Laune von der Bühne auf die Atomicgäste über und Darwin Deez' Lebensfreude wurde zumindest für diesen Abend in jeden Einzelnen eingepflanzt. Text und Fotos: Eva Deinert

 

09.09.2010

 




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