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Musée Mécanique: München
Tuesday, 14 September 2010 09:43
musee_mecanique.jpgMusée Mécanique entführen ihr Publikum auf eine musikalische Reise in ein Land, in dem warme und weiche Melodien einen sanft umspielen. Für die 5-köpfige Band aus Portland ist es der erste Auftritt in München und auch das erste Konzert zu fünft in Deutschland.

Die Kranhalle ist überschaubar gefüllt, so kann man sich gemütlich auf den Boden setzen und von dort entspannt das Konzert des Quintetts genießen. Die Bühne ist voll gestellt mit allerlei Instrumentarium: Keyboards und Synthesizer reihen sich ein neben Pedal Steel, Akkordeon, Melodika, Glockenspiel, Schlagzeug, singender Säge, akustischer Gitarre und Bass. Ein buntes Sammelsurium, mit Hilfe dessen die Männer von Musée Mécanique ihren unvergleichlich behaglichen Sound produzieren, der als eine Mischung aus Singer/Songwritertum, Folk, Dreampop mit Country-Einflüssen zu beschreiben ist. Gesang kommt abwechselnd von Sean Gilvie und Micah Rabwin. Ihre sanften Akustikklänge garnieren sie mit verträumten Glockenspieltönen auf einem Teppich von flächig inszenierten feinen Keyboardklängen. Wie Balsam auf die Seele wirkt das Ganze und man lässt sich gerne einlullen und von der einschmeichelnden Musik wegtreiben. Ein melodischer und harmonischer Hochgenuss ohne störende Ecken und Kanten.

Musée Mécanique präsentieren ihr Debut Album Hold This Ghost, haben aber auch neue Stücke dabei und wagen sich sogar an zwei Beach Boys Cover. Denn die Gründungsmitglieder Sean und Micah kommen ursprünglich aus Southern California, waren früher selbst mal "Surfer Dudes", bevor sie sich ihrer Musik widmeten. Das mag man kaum glauben, wenn man sich diese unprätentiösen Männer auf der Bühne so ansieht. Ihre Performance von Sloop John B ist jedoch perfekt. Wenn sie zu viert singen zeigt sich, was für ein enormes Stimmenpotential die Band zu bieten hat. Jede Höhe sitzt und es ist ein Genuss zuzuhören.

Angenehm schläfrig und nachdenklich verlässt man nach knapp 1,5 Stunden das Konzert und ist sich sicher,  dass es in Zukunft von dieser Band noch mehr zu sehen gibt. Dann in volleren Häusern. Text und Foto: Christine Bulla

(13.09.2010)


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