Am schönsten sind Konzerte immer dann, wenn Unerwartetes passiert. Genau das ist an einem kalten Oktobertag in München passiert: Tina Dico war unerwartet witzig, gleichermaßen charmant und bestach durch Stimme, Aussehen und Interpretationen ihrer Songs auf eine ganze eigene, oft sehr intim wirkende, Art und Weise.
Auf der Bühne glühen dezent hin und wieder einzelne Glühbirnen auf, Tina Dico steht mittig, die Gitarre in den Händen. Sie trägt ihre Lieder mal ernst vor, mal traurig, dann wieder fröhlich, doch immer nach ihrer eigenen façon. Mit markanter und kräftiger Stimme singt sie sich in die Herzen ihrer Zuhörer, begleitet von einer vierköpfigen Band, darunter auch der isländische Musiker Helgi Jonsson, die nur noch Blicke zur perfekten Verständigung braucht.
Das Konzert war, auch wenn man dies im Vorfeld vielleicht vermutet hat, kein ruhiger Singer- und Songwriter Abend. Zwar eröffnete der Augsburger Jacob Brass den Abend in diesem Stil und brachte dem zahlreich erschienenen Publikum seine oft traurigen, auf jeden Fall aber ruhigen und zarten Lieder von verlorener Liebe oder von Sorgen die um die Welt geschickt werden, näher. Tina Dico, die kurz darauf die Bühne betrat, griff diese Stimmung zuerst auf, doch je weiter der Abend fortschritt, desto rockiger, fröhlicher und tanzbarer wurde die von ihr dargebotene Musik.
Neben der Spielfreude der Band, die den gesamten Abend uneingeschränkt anhielt, war am bemerkenswertesten, wie spannend die Dänin einige ihrer Songs interpretierte. Sie begnügte sich nicht mit singen, sondern sprach, jauchzte und flüsterte. Eindrucksvoll zeigte sie mehrfach, dass nicht mal Mikrofone nötig sind um ihre Stimme, und die damit verbundene Stimmung, zu transportieren. Besondere Momente entstanden, als sie ein paar wenige Titel alleine spielte. Als ihr beim Vortragen einer Ballade die Stimme entgleitet wurde ausgelassen gelacht und mehr oder weniger ernsthaft über den unfreiwilligen „Jodelversuch“ gescherzt.
Der Spaß an der Musik, des Live Spielens und die Interaktion mit einem schnell verzauberten Publikum standen im Mittelpunkt, so war es nicht verwunderlich, dass Tina Dico und ihre Band am Ende des Konzerts mit stehenden Ovationen belohnt wurden. Doch am Schönsten, schöner noch als die Begeisterung des Publikums an diesem Abend, war die ehrliche Dankbarkeit und Freude die Tina Dico allen entgegenbrachte. Rebekka Schwarz
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...