Auch wenn man meint, alles schon mal gesehen zu haben, überraschen This is the Arrival immer wieder auf‘s neue. Gelegenheiten hatten sie in letzter Zeit auf jeden Fall genug, denn als Münchner Export-Band spielen sie nirgendwo so oft, wie in der Heimatstadt selbst. Zuletzt gastierten sie im 59:1.
Nach einer ausgiebigen Tour mit Fertig, Los! im Frühsommer, einigen Festivalauftritten und zahlreichen Club-Nächten präsentieren sie nun endlich ihr gleichnamiges Debüt-Album, an dem sie gut anderthalb Jahre tüftelten. Es sollte schließlich richtig gut werden, sagten die Jungs, sogar nach New York haben sie es geschickt . Dort wurde die Platte von den großen Profis gemastered, die sich unter anderem schon um Coldplay gekümmert haben. Das Ergebnis spricht für sich: locker, poppig, etwas verspielt, dabei ziemlich frech, aber vor allem absolut tanzbar.
Genau so präsentierten die vier Münchner sich selbst und ihre Lieder auf der Bühne. Laut (und) aufgedreht seit der ersten Minute, als sie die Bühne betraten, verbreiteten sie eine ganze Menge gute Laune im heißen 59:1, welches bei der Fülle an Gästen plötzlich sehr klein wirkte. Wie hätte es denn sonst so eng und warm werden können? Ohne Jacken, Schals und Taschen tanzt es sich bekanntlich besser, weshalb die Stimmung im Publikum schnell in die Höhe schoss.
Neues Album, neue Aufnahmen, bereits bekannter Lieder und neue Art von Performance sind nicht alles, womit die Band überraschte. Denn auf einmal wurde es vorne still, damit hinter der Bar lautes Gebläse auftönen konnte. Die bekannte Melodie des Songs Mexico - gespielt von einer kleinen, feinen Blaskapelle - erinnerte wieder daran, dass die Jungs aus Oberbayern sind, und dort fühlen sie sich auch zuhause. Und das alles, obwohl der Indiepop, die englischen Texte, die Gitarren, sowie das Glitzerkeyboard, als Discokugel getarnt, mehr das Gefühl einer Metropole wie New York vermittelten.
Man merkte, dass genau das die Richtung ist, welche Mario, Timo, Hot und Piet angeschlagen haben - die große Welt. Die Welt und ihre Herzen, hauptsächlich die weiblichen, könnte man meinen. Jung, gutaussehend und erfolgreich - wer wird denn da nicht schwach, wo ihre Texte doch von der Liebe, Begegnungen und großen Träumen handeln.
Diese zugleich freudige, träumerische und romantische Atmosphäre unterbrach kurz vor dem Schluss ein (plötzlich sehr lautes) Malheur seitens der Technik. Ziemlich unangenehm für alle Beteiligten, dennoch war das Problem nach einer kurzen Weile behoben und es ging wieder weiter. Man hätte schon fast meinen können, alles gesehen zu haben, was die junge Band This is the Arrival so zu bieten hat. Ein Ohrwurmkandidat nach dem nächsten, ein freudig tanzendes Publikum und eine unterhaltsame Show waren schon gut genug, doch dann kam das große Finale: Das letzte Stück durfte jeder der wollte laut mitsingen - und zwar oben auf der Bühne, mitten im Geschehen. Das Podium war schnell bis auf‘s letzte Paar Turnschuh gefüllt und zahlreiche glückliche Gesichter blickten von der Bühne herunter - diesen Abend werden sie wohl nicht so schnell vergessen. Text und Fotos: Edyta Sikorska
18.10.10
Setlist: Your Heart is on fire, cause you fire it up Drive, drive, drive Metropolis New York‘s got a piece of my chest We sing this song Wish we were lovers Sirens Cherry lips Stella Mexico Animal The small things you do
Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...