| Paul Smith: München |
| Tuesday, 09 November 2010 21:48 | |||
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Paul Smith lauschen, was er so alleine kann, heißt auch: Entweder Paul Smith redet oder keiner. Und das, obwohl der Sänger keine strenge Autorität ausstrahlt. Im Gegenteil: Es ist die Gebanntheit, was der Mann, der mit seiner Band zuletzt in München die Tonhalle gefüllt hat, der als Headliner diverser Festivals auftrat, dessen Songs im Radio hoch und runter gespielt werden, hier, in trauter Runde und alleine auf der Bühne so darbieten wird. Los geht's mit dem langsamen Solostück While You're In The Bath, bei dem sich der Maxïmo-Park-Frontmann nur selbst begleitet. Damit steckt er schon mal ab, was das Publikum die nächste anderthalbe Stunde erwartet. Und alle hören einfach nur zu. Es wird nicht mal groß mitgesungen. Zwischen den Songs herrscht immer wieder eine fast gespenstische Stille, ein Schweigen, das Eindruck schindet. Auch bei Paul Smith selbst. "You are so quiet, that's brilliant!", sagt er überrascht und erschrocken zugleich und bewundert das bayrische G'müt: "You have a soft side, just like me. I like that." Seine softe Seite hat Paul Smith auch eindeutig mit seinem Soloprojekt vollkommen ausgelebt. Die schnellsten Songs des Abends sind so schnell wie die langsamsten Maxïmo-Park-Songs. Immer wieder greift Paul Smith gefühlvoll allein in die Saiten. Nur er, seine Stimme und seine Gitarre. Während der Songs ist es so ruhig, dass man ein Handy klingeln, eine Frau ein Hustenbonbon auspacken, ein paar Mädchen kichern hört. Mit einem "Psst!" werden die Störer gemaßregelt. Nichts lenkt ab, auch nicht seine Band. Die Bassistin und die Gitarristin sind eher unauffällig. Auch der Schlagzeuger ist nicht unbedingt der Typ Rockstar, Paul Smith reißt gerne mit und über ihn ein paar Witze, wodurch der Abend noch mehr den Charme eines kleinem Bühnenprogramms bekommt. Überhaupt ist Paul Smith bester Laune und ausgesprochen gesprächig, übt gerne ein wenig Deutsch mit dem Publikum und reißt einen Scherz nach dem nächsten, um die schweigsamen Fans ein wenig aufzulockern. Fast scheint ihm, dem bekannten Rockstar, das ehrfürchtige Lauschen des Publikums hin und wieder ein wenig unheimlich zu sein. Einer der schönsten Songs des Abends ist das Arthur-Russell-Cover A Little Lost. Paul Smith hat den ohnehin sehr soften Song nochmals entschleunigt und eine wunderschöne Ballade drausgemacht, die langsam und stetig, mit jeder Wiederholung des Refrains "'Cause I'm so busy, so busy Thinking about kissing you" ein wenig mehr unter die Haut kriecht. „You get this song only on the internet", erklärt Paul Smith. A Little Lost ist als Zugabe auf der Single (Sagt man das überhaupt noch?) zu Our Lady of Lourdes drauf. Seine eigenen Songs klingen natürlich hin und wieder nach Maxïmo Park, klar, dennoch sind sie keine "typischen" Maxïmo-Park-Songs. Denn Paul Smith singt viel tiefer, langsamer, mit weniger Druck in der Stimme, wodurch nicht immer sein typischer Klangcharakter hervortritt. Dennoch trifft Paul Smith natürlich jeden Ton, er ist einfach ein begnateter Sänger und beweist einmal mehr seine Qualitäten als Musiker. Text: Eva Deinert, Fotos: Itje Kleinert
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...