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Es ist so einiges passiert, seit Vampire Weekend vor zwei Jahren das letzte Mal in München gastierten: Die New Yorker stiegen Anfang 2010 mit ihrem zweiten Album, Contra, auf Platz eins der US-Charts ein, was im laufenden Jahr keiner anderen Indielabel-Veröffentlichung gelang. In Deutschland reichte es für Platz 15. Folglich lud das Quartett statt wie 2008 noch ins Atomic Café nun in die Tonhalle. Dort fügten die vier die Songs ihrer beiden Instant-Album-Klassiker zu einem aufregenden Live-Set.
Das Münchner Publikum hatte sich lange gedulden müssen, bis es die Songs des vor zehn Monaten erschienenen Albums Contra endlich live zu hören bekam. Im Februar hatte die Band nur in Berlin, Köln und Hamburg Station gemacht. Passenderweise mit Holiday meldeten sich die Amerikaner in einer fast ausverkauften Tonhalle aus der Münchner Live-Auszeit zurück. Zum darauffolgenden White Sky zogen im Bühnenhintergrund halbkreisförmig die Textzeilen auf und evozierten ein surreales, winterliches Manhattan mit einem „Richard Serra skatepark" im „house that modern art built", einem unsterblichen Konzern und Pferden, die Taxis hinterherjagen. Ezra Koenigs Gesang klang dabei nah, präsent und klar, seine Gitarre dazu hell und schneidend, Saiten, die jeden Moment zu reißen schienen.
Das tastende Afro-Beat-Riff von Cape Cod Kwassa Kwassa führte zurück zum Debütalbum, Vampire Weekend, dann das hypnotische I Stand Corrected auf einer ganz in rot getauchten Bühne. Weiter mit Debütsongs gings über die Synth-Streicher von M97, One (Blake's Got A New Face) und natürlich A-Punk, die jeweils auf ausgesprochene Mitsingbereitschaft bei den Münchner Fans stießen. Überhaupt schienen die meisten vor allem auf die Songs des ersten Albums gewartet zu haben, die ruhigeren Contra-Stücke drohten dagegen leider fast im manchmal allzu plauderfreudigen Publikum zu versinken.
So wie das extrem stimmungsvolle Taxi Cab, um einiges langsamer als auf Platte, mit stotternden Synth-Bass-Läufen wie ein startender Automotor und fast geflüstertem Gesang. Ziemlich daneben gings dagegen in Diplomat's Son, dessen repetitiver Gesang und schräges, verschlepptes Piano den Song live irgendwie komplett zerbröseln ließen. Der Weckruf folgte mit dem anderen Extrem auf Contra: Dem sich manisch-chaotisch überschlagenden Cousins und dem vom knackigen Drum-Groove lebenden Giving Up The Gun. Chris Tomson ragte dabei weit über sein Schlagzeug empor und ließ die Stöcke wie ein Krake unvorhersehbar über die Felle gleiten, während die Four-On-The-Floor-Bassdrum stoisch durchpochte.
Mit den Zugaben Horchata, Mansard Roof und Walcott entließen Vampire Weekend das Publikum in einen der bisher kältesten Herbstabende, die Zeile „winter's cold is too much to handle, pincher crabs that pinch at your sandals" noch im Ohr und Erinnerungen an das schon fast vergangene Jahr im Sinn, das Vampire Weekend mit Contra einläuteten und immer noch begleiten. Da wartet man auf die Live-Version auch gern mal zehn Monate. Text: Christian Schober, Fotos: Eva Deinert
20.11.10
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...