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Arcade Fire kündigten sich im Zenith in München an und es darf vorweg genommen werden, dass der ausverkaufte Auftritt der kanadischen Superstars als eines der besten Konzerte des Jahres in Erinnerung bleiben wird. Lange genug mussten die Fans auf eine Rückkehr der Band warten. Nun endlich zum aktuellen Album The Suburbs hat es die achtköpfige Band über den großen See geschafft.
Und das trotz absolut mieser Akustik in den Räumlichkeiten des Zenith. Aus diesem Grund war der folkig-rockige und teils sakrale Sound des Kollektivs nicht von bester Qualität und konnte seine Klangbreite nicht bis in die hinteren Reihen entfalten, doch die Stimmung auf und vor der Bühne mochte dieser Umstand nicht im Geringsten trüben.
Zu verschwommenen Klängen von The Suburbs (continued) erschienen sie auf der Bühne. Im Gegenlicht erst nur als Schatten erkennbar – eine Erscheinung, die stark an das Plattencover erinnerte – eröffneten sie ihr Konzert thematisch passend: mit Ready To Start. Der Funke zum Publikum sprang sofort über und auch auf der Bühne gab es kein Halten mehr, was sogar soweit ging, dass Win Butler seine Trommel wild gegen die seines Kollegen schwang, um noch mehr Wums für den Beat zu bekommen.
Arcade Fire sind Songtüftler und Multiinstrumentalisten. Neben Geigen fanden sich auf der Bühne zwei Schlagzeuge, Akkordeon, diverse Trommeln und Pauken, Drehleier, Keyboards und Synths und eine große Sammlung an Gitarren und Bässen inklusive Kontrabass. Perfekt ausgerüstet, um viele kleine und große Akzente zu setzen. Dafür wurden auch diverse Rasseln mit bunten Bändern geschmückt und hin und her geschwungen. Bunt war auch die schicke Indie-Garderobe der Band: Hemden für die Herren, glitzernde Kleider im Westernstil und viel Schmuck für die Damen.
Arcade Fire sind zudem eine Band, die bereits drei Alben voll großartiger Songs vorzuweisen hat, sodass neben den aktuellen Liedern wie Rococo oder Month Of May natürlich auch Klassiker wie Neighbourhood #2 (Laika), No Cars Go oder der von Regine Chassagne gesungenen Song Haiti (passend zur von Arcade Fire unterstützten Spendenaktion während des Konzerts) dargeboten wurden. Die Fans sangen voller Inbrunst mit: ein großer Chor vor der Bühne plus acht großartige Musiker auf der Bühne ergaben unendliche Freude und Spaß. Und das, obwohl sich in den Texten der Band auch viel Trauer versteckt. So auch bei My Body Is A Cage - einem der emotionalen Höhepunkte des Konzerts.
Dann "A Song about Houston, Texas": The Suburbs. Dazu zeigte die Band auf der Videoleinwand das Video von Spike Jonze, allerdings in verlangsamter Form. Videos gab es ohnehin sehr viele: So wurde auch We Used To Wait visualisiert, allerdings nicht, wie vielleicht erwartet wurde, mit Street View Bildern von München, sondern mit Brieffragmenten, Formularen und anderen Schriftstücken, passend zum Text "I used to write, I used to write letters I used to sign my name".
Nach 90 Minuten war der offizielle Teil des Konzerts zu Ende, nachdem sich alle noch mal auspowern konnten zu Neighbourhood #3 (Power Out) und Keep The Car Running oder Rebellion (Lies).
Mit Wake Up schlossen sie das Konzert. Ein perfekter Abschluss, denn manch einer fühlte sich doch harsch in die Realität zurückversetzt, als das Licht angeknipst wurde und die Band wie ein Traum nach dem Aufwachen endgültig von der Bühne verschwand. Text: Christine Bulla, Fotos: Eva Deinert
(28.11.10)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...