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Die Beatsteaks waren in München zu Gast und natürlich war alles so, wie man sich das vorstellt: Sie hatten ihr bestes Publikum aller Zeiten, sie hatten den besten Auftritt ihres Lebens - und sie hätten uns davon ruhig etwas abgeben können. Ein Rückblick.
Die Berliner Buletten sind bereits dafür bekannt, dass sie sich überraschende Vorbands als Support einladen. Vor Jahren hatten sie mit der Mediengruppe Telekommander die Konzertbesucher zum Schweigen gebracht - dieses Mal sollte es der Hip-Hopper Dendemann sein, der sich vor gitarrenaffinem Publikum beweisen musste. Doch da Pogo-Fans nur selten Cappies, Baggyhosen und Goldkettchen tragen, waren sie leider auch nur halb so dankbar für diesen Auftritt, als dass es vielleicht Herzblut-Dendemänner gewesen wären.
Erst im Nachhinein sollte sich zeigen, welch vorbereitende Aufgabe der Auftritt des Rappers für den Hauptact tatsächlich hatte: Ein wenig platter, einstudierter Wortwitz hier, ein paar saloppe Floskeln dort, teilweise übersteuerter Sound bei einem Lied, ausgeprägte Egomanie beim nächsten. Doch wie gesagt, Dendemann war erst der Anfang.
Mit nostalgischem Intro und einem überdimensionalen weißen Vorhang mit aufgemalter Beatsteaks-Schallplatte betraten die Herren aus Berlin schließlich die Bühne. Hoch motiviert, in voller Lautstärke, Arnim im mysteriösen Trenchcoach und den ersten Zeilen von Atomic Love auf den Lippen. Was folgte war ein anfänglich recht Boombox-lastiges Titelmedley, das beizeiten durch echte Ohrwürmer und Beinvibrierer wie Hello Joe, Monster, Let me in und Me against the world ergänzt wurde. Ja, all diese Hits wurden nicht extra bis zur Zugabe aufgehoben. Der Band sei Dank.
Die zwar nicht unbedingt emotionalsten, aber durchaus gefühlvollsten Momente erlebte der Abend bei der vermeintlichen Orgel-Unplugged-Version von What's Coming Over You und Peter am Gesang bei Hey Du. Letzteres musste Peter aufgrund einer angeblich verstimmten Gitarre leider mehrmals unterbrechen, was das Lied zwar in die Länge zog, aber auch dafür sorgte, dass das Stück mit Buh-Rufen kommentiert wurde. Ein Moment, in dem sich die Beatsteaks Schwäche eingestehen mussten. Für leidenschaftliche Anhänger der Band dürfte es allerdings nicht der einzige gewesen sein.
Auf die Frage, für den dies denn das erste Beatsteaks-Konzert sei, hob die Hälfte der Halle den Arm. Kein Wunder, dass diese Besucher sich mit dem Auftritt der Band durchaus zufrieden zeigten. Glücklich und verschwitzt hüpften sie mehr als anderthalb Stunden lang quer durch die Münchner Olympiahalle, stets fixiert auf Sänger Arnim, seine Moves, Kletterversuche und Gänge ins Publikum. Eingesessene Fans wissen aber: Die Jungs von der Wuhlheide können es besser. Viel besser. Mehr Schnick, dafür etwas weniger Schnack. Spitze Gags statt lahme Prollereien. Und vor allem: Herz zeigen und eine grandiose Show reißen, ohne dafür auf die U2-Weltverbesserungs-Trickkiste oder plakative Posen zurückgreifen zu müssen.
Neues Album, neue Tour, neuer Versuch. Wir sitzen es aus, denn es lohnt sich. Nina-Carissima Schönrock
(24.03.11)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...