| Placebo: Stuttgart |
| Tuesday, 16 August 2011 06:19 | |||
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Nach der ersten Vorband The Words steigen 30 Seconds To Mars mit Beautiful Lie in eine durchwachsene Performance ein. Sicher, Jared Leto ist ein Entertainer, einer, der trotz Haremshose noch aussieht wie frisch aus der Hugo-Boss-Werbung gehüpft. Und singen kann er auch - nur möchte er das heute Abend nicht so richtig. Lieber springt er herum und lässt das Publikum seine Parts übernehmen. Er verbrüdert sich mit den Fans, quatscht über die Statue, die den Stuttgarter Schlossplatz ziert, holt erst zwei männliche Fans zur Akustikperformance von Hurricane zu sich herauf, dann zwei kleine Kinder, die ihn beim Schluss von The Kill unterstützen sollen - ebenfalls akustisch, und natürlich haben die beiden Kleinen keine Ahnung, was der Mann mit den vielen braunen Haaren von ihnen möchte. Einzig Closer To The Edge im Konfettiregen, Hunter, This Is War mit roten Luftballons und Vox Populi können überzeugen. Hier ist Letos Gefolge auch tatkräftig dabei - natürlich, es geht schließlich auch darum, der Band aufzufallen, um zu den gefühlten fünfzig Leuten zu gehören, die beim Grande Finale namens Kings & Queens auf der Bühne stehen. Selbstverständlich in Schach gehalten von einem Crewmitglied. Auf Platte immer episch, live das Gegenteil - Jared Leto scheint sich dessen schon fast bewusst, als er sich dafür bedankt, heute mit "one of the best bands in the world" spielen zu dürfen. Und als er dann ansetzt mit der ersten Zeile von Pure Morning scheinen 35.000 Gäste ihm die zweite Zeile entgegen zu brüllen - "A friend with weed is better." Pünktlich bei Sonnenuntergang betreten dann auch die Helden die Bühne, die eben jenes Lied geschrieben haben. Das war 1998 - und Placebo, die schon 15 Jahre lang ihre Fans begleiten, benötigen keine aufgemalten geheimen Zeichen und Codes, um diese zu begeistern. Sie brauchen keinen Krieg zu fordern, sie wissen, dass sich die Underdogs durchkämpfen werden, die sie so heiß und innig lieben. Sie starten mit For What It's Worth und Follow The Cops Back Home. Es ist ein bisschen so wie bei ihrer Tour von 2010 - ein kamikazeartiger Einlass, Stefan Olsdal trägt Silber und Steve Forrest so gut wie gar nichts - und doch ist es anders. Zwar wurde für das nächste Album noch kein Ton eingespielt, Brian Molko hat sich aber schon mal in weiser Voraussicht für einen Frisurenwechsel entschieden. Und die Band hat Lust - das merkt man. Sie zelebrieren Every You Every Me, Special Needs und Breathe Underwater. Und vergessen doch nicht, dass wir eben in keiner plastischen Popwelt leben. "London brennt", meint Brian in Deutsch, um ins Englische überzuwechseln, "But we live by the water!" Und legt dann mit Sleeping With Ghosts los. All Apologies wird nicht nur Kurt Cobain gewidmet, sondern auch Amy Winehouse - "the small woman with the big voice and the ironic name." Meds wird unterbrochen, um ein bisschen "Alte Schule" zu spielen. Das bedeutet Teenage Angst. Der eigentliche Höhepunkt des Konzerts ist aber Running Up That Hill, ein Stück, das sie live lange verweigert haben. Nach Perlen wie Song To Say Goodbye, Trigger Happy Hands und The Bitter End endet der Gig mit Taste In Men. Und das ganz ohne Konfetti. Simone Bauer
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...