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Das erste Mal spielten The Jezabels in München, und das direkt vor ausverkauftem Haus. Ungewöhnlich, wenn man bedenkt, dass das Debütalbum Prisoner gerade erst vier Tage zuvor erschienen ist. Zugegeben, die australische Band um die Sängerin Hayley Mary kann zuätzlich mit drei EPs aufwarten, trotzdem waren einige vom Andrang überrascht und mussten wegen Ticketmangels enttäuscht von dannen ziehen. Die australische Band ist also trotz ihrem erst zweijährigen Bestehen längst kein Geheimtipp mehr, und das zu Recht.
Es läuft meist auf das selbe hinaus: Bands werden gerne auf ihre/n Frontfrau/-mann reduziert. So unfair das gegenüber der restlichen Band sein mag, umso zutreffender war dies beim Konzert von The Jezabels. Hayley Mary ist fesselndes Zentrum des gesamten Geschehens. Die zierliche, aber umso coolere Sängerin weiß sich zu kleiden, zu bewegen und vor allem zu singen.
Bands mit Frontfrauen sind zwar immer noch in der Minderheit, jedoch stark im Kommen. Bei den Jezabels liegt der Fall jedoch etwas anders. Die expressive Stimme, die schillernde Attitüde und die ausdrucksstarken Bewegungen ihrer Frontfrau erinnern eher an starke Solokünstlerinnen, die vor allem in den 80ern und 90ern eine Fangemeinde um sich scharten. Man denke an PJ Harvey, Tori Amos oder Kate Bush. Gerade mit letzterer bietet sich ein Vergleich besonders an, teilen doch beide Frauen eine extreme, wenn auch wunderbare Stimme.
Musikalisch bewegt sich die Band zwischen verschiedenen Musikgenres: Etwas Rock hier, eine Prise Indie da und noch etwas Diskopop. Sie selbst bezeichnen ihre Musikmelange als "Intense Indie" und treffen damit ins Schwarze. Etwas ungewöhnlich ist das fehlen eines Bassisten, doch bemerkt man dies kaum dank des kräftigen Drumspiels von Nik Kaloper und Lockwoods dominierender Leadgitarre. Die Jezabels beweisen Mut zur Melodie, vorangetrieben nicht nur durch den Gesang sondern auch das Pianospiel von Heather Shannon, essentiell für das Funktionieren der meisten Stücke.
Die Jezabels mögen hip sein und die Konzerte ausverkauft, doch lässt sich nicht abstreiten wie innovativ die noch junge Band ist. Gepaart mit Perfektion auf der Bühne - sieht man mal von der viel zu langen Wartepause nach der Vorband Final Flash ab - ist deren Erfolg absolut begründet. Text: Rebekka Schwarz / Fotos: Itje Kleinert



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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...