| The Drums: München 11 |
| Tuesday, 22 November 2011 10:48 | |||||||||||||||||||||||||||||||||
Was für ein Abend: Es klang so, als wären The Smiths, Joy Division und die Beach Boys zu Gast im Ampere - waren sie aber nur fast. Doch immerhin werden den gebürtigen Amerikanern von The Drums Ähnlichkeiten zu allen drei Bands nachgesagt.
Allein schon die Vorband hätte einen eigenen Bericht verdient: Cloud Control präsentierten einen dichten Soundteppich aus Keyboardklängen, surrenden Gitarren und einer choralen Stimmvielfalt. Die vier Australier schafften es, das Publikum regelrecht zu hypnotisieren, und auf diese Stimmung baut der Headliner des Abends nur zu gerne auf. „I felt the hair on the back of my neck“ – Und wir fühlen mit! The Drums selbst erschienen überraschend puristisch, während in manchen Rezensionen von Portamento, dem im September erschienenen zweiten Studioalbum, von einem überbordenden Synthie-Einsatz die Rede war. Dem verzückten Publikum wurde eine Mischung aus der unbeschwerten Leichtigkeit der alten Songs vom Surfpop-Upbeat Erstling Summertime und den persönlicheren, elektronischeren Nummern vom neuen Album aufgetischt. Sänger Jonathan Pierce wirkte wie das emotionale Sprachrohr der Band: Während seine Kollegen sich in die Musik zurückzogen und eine majestätische und doch schwebend-leichte Soundkulisse heraufbeschwörten, bewegte sich der Frontmann fast wie in Trance. Mit geschlossen Augen und erhobenen Händen wiegte er sich hin und her, als würde er in seiner eigenen Musik schwingen. Beleuchtet wurde die Szenerie von U-Boot-artigen Scheinwerfern, die das Gefühl des Untergehens in der Musik noch verstärkten, und die mit viel Reverb versehene Gesangstimme schwebte wie ein Echolot über der leichten Melancholie der Songs. Die wild gemischte Zuhörerschaft, in der sich die klassischen Jutebeutel-Skinny-Jeans Mädchen genauso wiederfanden wie mittelalte Herren mit Cordhose sowie Skatekids mit Bommelmütze, lauschte bedächtig und griff den verträumten Tanzstil des Sängers auf. Wer sein Smartphone anmachte, konnte tatsächlich mit seiner Nachbarin Probleme bekommen: „Oh come on, switch off the phone!“, schnauzte ein englischsprachiges Mädchen. Vermutlich hatte sie Recht, denn schließlich sollte niemand so ein heiliges Konzert durch ein profanes Gerät zerstören. Leider fehlte in der Setlist der Durchstarter Lets go surfing, doch nach weiteren traumhaften Sequenzen und dem sehr intimen Down by the Water, das selbst gestandenen Lederjackenträger ein entspanntes Lächeln ins Gesicht zauberte, steht das Fazit fest. The Drums haben ihr unbeschwertes Vintage-Surfer-Image nicht abgelegt, sondern es mit ehrlichem Songwriting und ihrer alten Leidenschaft für Synthie-Klänge vereint. Next time, I’ll leave my phone at home, I promise! Text: Erik Veenstra / Fotos: Itje Kleinert
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...