| Red Hot Chili Peppers: München 11 |
| Sunday, 11 December 2011 12:52 | |||||||||||||||||||
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Die Vorband: Niemand geringeres als die charismatischen Jungs von den Foals gaben sich die Ehre. Und auch wenn sie bereits so manches Konzert ausverkauft und sich selbst schon längst einen eigenen Namen erspielt haben, musste man leider feststellen, dass an diesem Abend ihre Ausstrahlung nicht weit über die Bühne herausschwappte. Doch vielleicht lag es auch am Publikum, das bunt durchmischt war, eher auf der "Mainstream-Schiene" fuhr und mit dem typischen Indie-Beat aus Oxford überfordert war. Das Publikum: Es waren allen Generationen vertreten: Kleine Kinder, die von ihren Eltern mitgeschleppt wurden, Digital Natives, die bei Songs wie City Of Angels ihre Smartphones zückten und als moderne Variante des Schnulzen-Feuerzeugs zweckentfremdeten und außerdem ein paar vereinzelte Jugendliche, die einen Moshpit zu etablieren versuchten und teilweise auch den einen oder anderen Crowdsurfer aus ihrer Mitte gebären konnten. Das Publikum war spaßorientiert: Dies konnte man bereits vor dem Auftritt der Red Hot Chili Peppers feststellen, als eine riesige Laola-Welle durch die Olympiahalle schwappte. Das Publikum war dankbar: Minutenlanges Klatschen und grölen, sodass man auch ohne die lauten Auftritte der Bands locker mit einem Tinnitus nach Hause gehen konnte, hatte man den Zuhörern zu verdanken. Als loyale Fans wussten sie lauthals um eine Zugabe zu bitten und gaben auch nach minutenlangem Warten keine Ruhe. Besonders schön waren die Momente, in denen die Red Hot Chili Peppers und das Publikum zusammen sangen und in der Olympiahalle Gänsehaut verbreiteten Die Songauswahl: Gespielt wurden neue und alte Songs, rockig, soft ... Es wurde definitiv jedem im Publikum etwas geboten, was er kannte, mit dem er sich identifizieren konnte oder mitsingen konnte. Doch ganz klare Lieblinge waren Songs von den Alben Californication, By The Way und Stadium Arcadium. Bei Under The Bridge sang das Publikum teilweise lauter, als die Band an sich. Somit war auch klar, welche Altersgeneration am besten vertreten war - doch auch das kleine Mädchen nebenan wusste ihre Songs vermutlich besser mitzusingen, als das kleine Einmaleins aufzusagen. Die Outfits: Die Outfits waren eine Nummer für sich, einen einheitlichen Dresscode gab es nicht. Frontmann Anthony Kiedis wirkte zunächst etwas befremdlich in Anzugjacke, Shirt und einem Käppi, das seine Gesichtszüge schwer zu erkennen gab. Doch nach und nach ließ er dann die Hüllen fallen, bis er am Ende oben ohne dastand. Bandkollege und Bassist Flea war da von Beginn an weniger zimperlich. Mit einem hochgekrempelten Hosenbein und gleich ohne Shirt, setzte er von Anfang an sein Statement. Neuling und Gitarrist Josh Klinghoffer wirkte eher so, als wäre er gerade aufgestanden oder einfach nur so am rumgammeln. Im Schlabberlook und Jogging-Outfit präsentierte er sich souverän an der Gitarre. Was der Drummer Chad Smith trug ist aufgrund seiner temporären Ganzkörper-Schlagzeug-Tarnung schwer zu sagen, doch in Sachen Käppi konnte er bei Anthony mithalten. Die Bühnenshow: Für den Eintritt um die 80 € boten die Red Hot Chili Peppers acht dynamisch bewegbare Leinwände sowie eine große fixierte Leinwand, schöne Visuals, oftmals mit Bildern, die zu den Texten passten (beispielweise eine Art Wundermittel-Pillen-Kaleidoskop zum Song Californication.) Pechvogel des Abends: Wenn man einen Pechvoges des Abends benennen müsste, dann vielleicht den Tontechniker. Dieser wurde gleich zu Beginn Josh Klinghoffer angerotzt, als dieser nach einem der ersten Songs seinen Speichelüberschuss neben der Bühne (und über dem Mischpult) loswerden musste. Gegen Ende des Konzerts flog ein Becher mit einer nicht genauer identifizierten Flüssigkeit ebenso auf das Mischpult. Panische Handbewegungen später - von Seiten der Security sowie dem Tontechniker - beseitigten auch dieses Problem ... im Handumdrehen. Glückskind des Abends: Entweder die glücklichen Fänger der Drumsticks von Chad Smith oder aber der Junge, der seinen Turnschuh im Moshpit verlor und tatsächlich doch nach einigen Minuten wiederbekam. Das Fazit: Insgesamt war es ein Konzert, das aufzeigte und erneut betonte, weshalb es die Red Hot Chili Peppers zu ihrem Weltruhm bringen und sich nun seit fast 30 Jahren auf der Bühne behaupten konnten. Im Gegensatz zu den Foals nahmen sie das Konzert von der ersten angeschlagenen Gitarrensaite komplett für sich ein. Sie verstanden mit Humor und vielen Einlagen die Zuschauer - immerhin ganze zwei Studen - zu begeistern. Flea bewies, dass er trotz seines stolzen Alters, das knapp mit dem eines halben Jahrhunderts mithalten kann, immer noch körperlich in topform war und legte einen eindrucksvoll langen Walk auf seinen Händen über die halbe Bühne hin. Drummer Chad Smith gewann deutlich Sympathie, nachdem er seine Sticks weit ins Publikum hinausschleuderte. Bei einer späteren Zugabe zeigte er eindrucksvoll, dass er ein scheinbar unerschöpfliches Archiv an weiteren Sticks besaß, die er nach und nach bei vier bis fünf mehr oder weniger geglückten Wirbeln verlor - er nahm's mit Humor. Text: Annabelle Bockwoldt, Fotos: Itje Kleinert
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...