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Dillon: München
Friday, 16 December 2011 10:05

DillonSelten finden Debütalben so viel Anklang wie Dillons This Silence Kills. Mit einer spannungreichen Mischung aus Elektro, Techno, Pianostücken und Gefühlsaubrüchen scheint die gebürtige Brasilianerin mit den Glitzersteinen im Gesicht den Nerv der Zeit zu treffen. Das konnte sie auch beim Konzert in München unter Beweis stellen. LAXMag-Redakteurin Rebekka war als Zeugin geladen.

Die Fakten:

Dillon, deren richtiger Name Dominique Dillon de Byington nicht melodischer klingen könnte, nimmt ihr kürzlich erschienenes Debütalbum This Silence Kills zuhause mit Hilfe eines Laptops und Keyboard auf. Anerkennung findet es in der Indie-, Elektro- und Singer- und Songwriterszene im großen Stil. Ihre Deutschlandkonzerte sind daher fast alle ausverkauft, so auch der Münchner Gig im Kong.

Das Auftreten:
Vergleiche hinken meist, doch bei Dillon funktonieren sie ziemlich gut. Schwarz gewandet, offene Haaare hängen im Gesicht, Glitzersteine in geometrischen Mustern um die Augen. Sehr stark fühlt man sich an Lykke Li erinnert, deren Outfits und Auftreten auf ihren diesjährigen Konzerten fast identisch waren. Auch Karin Dreijer Andersson von The Knife sollte hier zur Vollständigkeit genannt werden. Dillon reiht sich so klar in die Reihe der Musikerinnen ein, die ein Mysterium um sich spinnen und deren Konzerte oft an Performancekunst erinnern. So spielte Dillon bei wenig Licht und von Rauch so eingehüllt, dass sie zeitweise schemenhaft bis gar nicht zu erkennen war. "Alles schon gehabt" mag der eine oder andere denken, wäre da nicht diese Stimme, diese Songs.

Die Musik:
Getragen von Elektroklängen und technoiden Einschlägen schweben Pianopassagen und über allem die ausdrucksstarke Stimme der jungen Kölnerin. Wild tanzen kann man zu ihrer Musik, aber sich auch in melancholischen und leisen Textpassagen von Liebeskummer und Leid verlieren. Spannungsreich, ohne viel Tamtam. Einfach schön. Text und Fotos: Rebekka Schwarz


(15.12.11)

Die Bildqualität ist nicht gerade berauschend, doch wir wollten euch die Fotos aus der nebeligen Dunkelkammer aka Bühne nicht vorenthalten.

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