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Cosmo Jarvis: München 12
Thursday, 19 January 2012 15:45

Live im 59:1

Cosmo Jarvis ist dieser junge, schräge Typ, der im eigenen Schlafzimmer die ersten Songs aufnahm und Filme auf VHS-Tapes drehte. Mit 16 schmiss er die Schule, um die Welt zu erobern - mit seiner eigenartigen Musik, die sich nicht labeln lässt, und verrückten Texten, die ab und zu ganz normal klingen, aber meistens einfach nur ein kranker Scheiß sind. Was dieser Kerl im 59:1 von sich gab, war unvorhersehbar - unvorhersehbar lahm.

Von Cosmo kennt man alternative Balladen und funkige Singer-Songwriter-Stücke, absolut low budget und absolut kreativ. Das Erstere machte sich schnell bemerkbar: Der Glatzkopf im Godfather-Shirt, der das Equipment aufbaute, das war kein Roadie. Es war Herr Jarvis in Person, der mit seiner kräftigen Statur kaum an die schlaksigen Skinny-Jeans-Träger erinnert, die meistens auf dieser Bühne stehen.

Von seiner Kreativität blieb allerdings keine Spur - keine Show, keine interessanten Songansagen, keine Überraschungen. Mit ein bisschen trommeln und rasseln vergingen knapp anderthalb Stunden bis zum relativen Highlight des Abends, als Cosmo eine Ukulele auf die Bühne brachte und Gay Pirates anspielte. Und sieh da: Kein lustiges Kostüm, kein Tänzchen, keine Blödeleien. Wird er etwa zu alt für den Spaß? Ach, Cosmo, mach doch wieder Piratenvideos. Edyta Sikorska

17.01.2012

Cosmo Jarvis

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