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 Mann mit Hut – im Auto schlecht, auf der Bühne gut. So könnte das Motto vieler junger Musiker derzeit lauten. Dass man als Rockstar gut behütet gleich ordentlich an Coolness gewinnt, hat bereits Pete Doherty vorgemacht. Und was für den Frontmann der Babyshambles recht ist, ist für Sänger Aurelien Marie von Rhesus natürlich nur billig. Bei dem Konzert der französischen Indie-Band im Atomic Café in München stand er auf jeden Fall mit dem begehrten Accessoire auf der Bühne, und auch andere Kleidungsstücke wie die extrem enge Röhre, die trotzdem am Hintern schlackert, und das nadelstreifige Sakko erinnerten an den britischen Gammel-Dandy. Zufall?
Ob sich Aurelien tatsächlich modisch von Doherty inspirieren ließ, wurde an diesem Abend nicht klar. Musikalisch, das war laut und deutlich, haben Rhesus auf jeden Fall einen eigenen Kopf, mit oder ohne Hut. Als französisches Pendant zum Britpop stellen sie schrammelnde Gitarre in den Vordergrund, gleich danach darf der Bass ordentlich dazu dröhnen. Bedient wird der bei Rhesus übrigens von Laura Rosello, einer zierlichen brünetten Madame, die selbst kaum größer ist als ihr Instrument.
Die Songs von The Fortune Teller Said, der zweiten Platte des Trios aus Grenoble, werden wieder in Englisch gesungen, obwohl das aufgrund gewisser Rundfunkgesetze in Frankreich nicht trés chique ist. Aber Rhesus sind mit ihrer Tour ja auch angetreten, um das Europa jenseits des Eiffelturms zu erobern. Mit dem Opener No Direction haben sie zumindest das Atomic schnell im Griff. Rau und rüpelig, zum Auf- und Abspringen vorzüglich geeignet. Und weil das den Menschen in einer kalten Samstagnacht soviel Spaß macht, folgen einige Kracher, eh die Band zu ihrer Spezialität übergeht: Balladen. Rhesus sind Meister der zärtlichen Melodie, Songs wie Little Things treffen auch die Münchner voll ins Herz. Laura singt sanft und mädchenhaft den Background, die Stimme von Aurelien Marie klingt live noch gebrochener und noch mehr nach Placebo-Frontmann Brian Molko als schon auf dem Album. Er singt vorzugsweise mit geschlossenen Augen und immer wieder krümmt er sich zu Boden, als würde seine Gitarre von einem Magnet in den Untergrund gezogen.
Ob es stimmt, dass die Münchner Berlin nicht leiden können, wollte der Wahl-Berliner Marie schließlich von seinem Publikum wissen. Die Antwort aus der Menge war nicht eindeutig. Der enthusiastische Applaus nach dem Endspurt mit Hey Darling und zwei Zugaben jedoch war es, und so musste auch Frontmann Marie verlegen zugeben: „You make me feel as if I am famous“. Na, gemessen an der Show im Atomic Café darf man munkeln: Was noch nicht ist, kann ja noch werden. (Petra Schönhöfer)
(16.02.2008)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...