| Holly Golightly: München |
| Monday, 28 April 2008 12:15 | |||
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Das berühmte Pseudonym ist übrigens der richtige Vorname der britischen Sängerin, die bürgerlich Holly Golightly Smith heißt. Auf die Bühne kam sie über Umwege, war es doch eigentlich nur ein Gastauftritt bei der Band ihres Freundes, der ihr schließlich zur eigenen Girl-Garage-Gruppe Thee Headcoatees verhalf. 1995 gab sie ihr erstes Soloalbum heraus und und obwohl ihre Musik durch Gastauftritte auf dem White Stripes-Album Elephant und Beiträgen für den Soundtrack des Films "Broken Flowers" von Jim Jarmusch der breiten Masse zugänglich wurde, ist die erklärte Billy-Childish-Schülerin Holly immer noch ein Geheimtipp. Auch im Münchner Atomic macht Holly Golightly nicht den Eindruck, als würde sie mit aller Gewalt ins Rampenlicht stürmen. Bescheidenheit ist ihre Zier, gepaart mit unaufgeregter Lässigkeit. Sie hält nur ihre Gitarre in der Hand, die großen Aufbauten sucht man auf ihrer Bühne vergebens. „I’m such a simple person, it’s so easy for me to have fun,“ verrät sie dem begeisterten Publikum. Passend zum Hippie-Revival trägt sie ein Blümchenkleid, eine Seidenblume im aufgesteckten Haar und derbe Lederstiefel. Sie lächelt milde über der hingerissenen Menge, fast so, als würde sie einem Stall voll Kinder Gute-Nacht-Lieder summen. Dabei strahlt sie eine Herzenswärme aus, die hoffen lässt, dass es nach dem Konzert noch selbst gebackenen Apfelkuchen gibt. Trotz ihrer Herkunft interpretiert die Singer-/Songwriterin aus London Country- und Folkmusik nach Art der großen amerikanischen Ikonen Dolly Parton und Emmylou Harris. Doch schon allein durch ihren englischen Akzent und den entsprechend trockenen Humor entsteht bei ihr eine neue, unverstellte Version des erdigen Gitarrensounds, die alternativ und authentisch ist. An Hollys Seite sitzt bei der aktuellen Europatour ihr alter Freund Lawyer Dave, der Kopf der Band The Brokeoffs, und begleitet sie auf der zweiten Gitarre. Gemeinsam, als Holly Golightly & The Brokeoffs, haben sie das Album You can’t buy a gun when you’re crying produziert, von der die meisten Songs des Abends stammen. Die Arrangements von Stücken wie Everything you touch turns to stone oder Jesus Don't Love Me Anymore reichen von Blues über Rock’n’Roll bis zu psychodelischem Folk. Alles eben, was man mit einer akustischen Gitarre und einer Steelguitar anstellen kann. Mal singt Holly, ihre Stimme mädchenglockenklar, mal Dave, schnottrig und nasal, am schönsten aber klingt ihre Zweistimmigkeit in Titeln wie Crow Jane, So Long oder Time To Go. Überhaupt gibt die Zweisamkeit dem Liveauftritt eine besondere Atmosphäre: Holly und Dave geben sich gegenseitig Stichworte, sind bisweilen so ins Gespräch über diesen oder jenen Song vertieft, dass der Zuschauer meint, einem alten Ehepaar in die Stube zu schauen. Sie singen gemeinsam über Fahrstühle, über Magie, übers Zugfahren, über Jägermeister, Gott und die Welt. Sie singen sich auch ohne Apfelkuchen direkt ins Wohlfühlzentrum ihrer Zuhörer. Petra Schönhöfer
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...