| Highfield 08: So wars |
| Saturday, 11 October 2008 22:09 | |||
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Die Sonne lacht über Mitteldeutschland: Kein Wunder, denn es ist Highfield-Zeit! Pünktlich zu den Freitags-Headlinern haben sich die Wolken verzogen und geben den Blick auf einen idyllischen Sonnenuntergang hinter Stoppelfeld mit Strohballen frei. Langsam rollen die Autos über den letzten Hügel, der nach Hohenfelden führt. Am Straßenrand warten nette Promotion-Leute mit gekühlter Hopfenkaltschorle, die ins Auto gereicht wird. Das stimmte vielleicht einige der Anreisenden etwas milder, angesichts der Parkplatzsituation.
Wer Freitag erst das Festival erreichte, musste schon auf das zweite Feld auf der Stausee abgewandten Seite parken. Lange Wege vorprogrammiert, denn der Zeltplatz liegt wie gehabt hinterm Stausee... Daher blieben manche gleich ganz am Auto und schlugen dort ihr Lager auf. Dennoch konnte nichts die Laune der Rockfans trüben uns so hörte man immer wieder den typisch mitteldeutschen und äußerst sympathischen Feundenausruf: JAWOLLLL!
Am Freitag gab es gleich zwei Headliner des Festivals, die mit Freuden erwartet worden: Bloc Party läutete den abendlichen Wettbewerb um die Band mit dem charismatischsten Sänger ein und startete gleich mit Hunting for Witches ein sensationelles Konzert. Bluest Light, Modern Love, The Prayer - Bloc Party ließen keinen ihrer Hits aus. Das Publikum dankte es ihnen mit Begeisterung. Sänger Kele Okereke selbst war begeistert vom Highfieldschen Publikum und bedankte sich auch beim Kameramann für dessen wippendes Hinterteil. Des Deutschen nicht mächtig, ließ Kele seinem Drummer, in Berlin wohnhaft, den Vortritt. Dieser bestellte 1A und fast akzentfrei. „Einen kleinen Kaffee schwarz, bitte". Nach Bloc Party wurde die Bühne zum Blumenmeer - bei Brandon Flowers von The Killers ist der Name eben Programm! Unzählige frische Schnittblumen in Bouquets gebunden wurden da auf die Bühne getragen. Dazu gab es romantische Lichterketten und eine Fototapete mit Waldmotiv (das „Sawdust"-Cover) zu bestaunen und es drängte sich die Frage auf: Was muss da erst im Schlafzimmer am Valentinstag los sein, wenn man die Herzensdame dieses unglaublich attraktiven Mannes ist?!? Wie erwartet nahm Brandon Flowers mit seinem Charisma das Highfield komplett ein und war unbestritten der beste Sänger des gesamten Festivals - was Stimme, Textsicherheit und Durchhaltevermögen angeht. Kein Ton lag daneben, klares Stimmvolumen und perfekter Livesound bis zum Schluss! Eine Show, die ihresgleichen sucht! Und das tröstet schon auch über das Fotografierverbot hinweg.
Kettcar läuteten in der Dämmerung das Abendprogramm ein und gaben nochmal die Möglichkeit zum Durchschnaufen, bevor es zum Duell des Abends um den Titel: „Beste Band der Welt" ging. JAWOLLLL! In perfekt sitzenden Anzügen, schneeweißen Lederschuhen und gebügelten Hemden waren sie unbestritten die best gekleidete Band des Festivals. Arrogante Attitüde, freches Gepose und eine brillante Show - The Hives bringen es zur Perfektion, nicht zuletzt durch Entertainer und Frontmann Pelle Almqvist, der immer wieder zu verstehen gab, wer hier die beste Band im Hause ist. Schließlich haben The Hives soviel Rock'n'Roll im Blut, dass Sie das auch auf dem Örtchen merken: „We shit Rock´n´Roll every day". Von You've Got It All Wrong und Walk Idiot Walk bis zum Finale Tick Tick Boom boten The Hives eine sagenhafte Show .
Pelle versicherte sich mit den charmanten Anreden "Meine Damen...", "Meine Herren" und "Meine Schätze" immer wieder, ob denn auch das Publikum noch an seinen Lippen hängt und bereit ist, die Offenbarung in Empfang zu nehmen... Die Ärzte - mit etwas weniger eleganten Ausdrucksweise - brachten dann die Festival-Besucher ins Bett. Bei ihrem Auftritt wurde dann erst das ganze Ausmaß des Festivals sichtbar. Wo man in den letzten Jahren noch bequem auf der Wiese sitzen konnte, drängten sich nun die Massen. Selbst vor der technisch sehr fragwürdigen Leinwand kamen nochmals locker 1.000-2.000 Leute zusammen. Und wer keinen guten Platz mehr erwischt hat, wich auf die Mobiltoiletten aus. Doch wohl dem, der nicht in der erste Reihe hing! Denn dort konnten die sehr jungen Fans das Konszert kaum genießen. Auch die Securitys hatten alle Hände voll zu tun und verstärkten den Wellenbrecher bereits vor dem Kettcar-Konzert mit zusätzlichen Eisenstangen, Bierbänken und klassischen Holzstämmen, die in den Boden gepflockt wurden.
Am Sonntag gab's dann vor allem was zu gucken: Die Sängerin von Je
Das warme Wetter lockte einige Fans am letzten Festivaltag in die angrenzende Therme oder um den Stausee herum an den öffentlich zugänglichen Badestrand. Andere wiederum - unsere norddeutschen Zeltnachbarn zum Beispiel - suchten, wenn schon mal im Gebirge, den Ausgleich und die Ausnüchterung auf einer „Bergwanderung". Andere nutzten die Chance die zur Neige gehenden Essensvorräte am Maggi-Stand durch den Gewinn einer Ravioli-Dose aufzustocken. JAWOLLLL! War der allgemeine Freudenruf, wenn es einem geglückt war! Highfield, du bist herrlich!
Wenn sich dann der Veranstalter noch von den brutalen Securitys im Bühnengraben trennt - Crowd Surfen wurde mit Geschubse, Schlägen auf den Hinterkopf und Kopfnüssen bestraft, ebenso wenn man nach Geschmack der Security-Prolls als Fotograf nicht schnell genug den Graben verlässt, hatte man schnell mal eine Beschleunigung von hinten bekommen - dann kommen wir gerne wieder!
Denn insgesamt ist das Highfield immer ein recht friedliches Festival - zumindest was die Besucher angeht. Da gab es Maikäfergruppen zu bestaunen, rudernde Rockstars auf dem See zu entdecken und Menschenmassen, die gemeinsam Life is Life von Opus anstimmen. Sommersonnenromantik am Stausee in Mitteldeutschland! JAWOLL! Text und Fotos: Eva Deinert
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...