| Pete and The Pirates: München |
| Saturday, 11 October 2008 22:13 | |||
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Doch zunächst fielen die ausgestopften Vögel auf, die sich Pete & The Pirates auf die Bühne gestellt haben, darunter ein Fischreiher von beachtlicher Größe. Fünf Schlackse in Röhrenjeans und T-Shirts stehen dazwischen herum wie Falschgeld. Oder sollte man in Anbetracht solcher Piratenromantik „Falschgold“ sagen? Der mit der Seemannsmütze in der Mitte ist zu jung, um Käpt’n Iglo zu sein und zu schmal für Popeye: Frontmann Tommy Sanders trägt eine maritime Kopfbedeckung, die ihm immer wieder in das blasse Jungengesicht rutscht, während er vorzugsweise auf den Zehnspitzen zur Musik tänzelt und sich biegt. Auf seinem T-Shirt prangt ein großes Herz und um den Hals trägt er, wie sollte es anders sein, einen Miniaturanker und ein Kreuz. Glaube, Hoffnung, Liebe.
Tommys hohe Fistelstimme, die klingt, als habe er bei den Monty Pythons Gesangsstunden genommen, macht die Songs von Pete & The Pirates unverwechselbar – und lassen sie extra britisch klingen. Die musikalische Bandbreite bewegt sich zwischen Happy-Retro-Sound, punkiger Folklore und Britpop. Trotz dieser Komplexität sind Pete & The Pirates gar nicht so weit entfernt von heiteren Seemannsliedern, die sich bestens zum Rum trinken eignen: Come on feet, Mr. Understanding oder Knots rocken das Boot - bzw. das Atomic Café - mit hymnischer Ausgelassenheit. Die etwas besinnlicheren Nummern wie She doesn’t belong to me schaffen im Schummerlicht mit melancholischer Zärtlichkeit Gänsehautatmosphäre. Eine kleine pyrotechnische Überraschung sorgt schließlich auch für einen entsprechend romantischen Ausklang des Konzerts.
Man kann nicht anders, als nach einer solchen Show in den allgemeinen Lobesgesang einzustimmen: Hier sind auf einem Erstling gleich mehrere große Hits versammelt, die entweder mit wirbelnden Trommeln rocken, absolut tanzbar sind oder sich mit Ohrwurmharmonien auf ewig ins Gehör brennen. Das bewährt sich live noch mehr als auf der Platte. Niemanden wundert es da, dass sich sogar David Bowie berufen fühlte, Tommy ein zukunftsträchtiges Talent zum Songschreiben zu attestieren.
Von solchen Größen ihres Metiers haben Pete & The Pirates anscheinend auch gelernt, sich rar zu machen. Oder sind diese Seeräuber einfach nur schüchtern? Tommy wirkte angestrengt und nicht eben volksnah. Ansagen an die Fans gab es so gut wie keine, und noch schlimmer: Zugaben auch nicht. Das ist natürlich nur zu verzeihen, weil man es mit Debütanten zu tun hat, die ihr Repertoire hoffentlich in Bälde ausbauen werden. Denn nach ihrem mitreißenden Auftritt können wir die drei Gebote der Seefahrt gleich besser nachvollziehen: Wir glauben, dass Pete & The Pirates noch eine große musikalische Zukunft bevor steht. Wir hoffen, dass sie dann regelmäßig in deutschen Clubs vor Anker gehen. Lieben werden wir sie dafür sowieso. (Petra Schönhöfer)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...