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Alela Diane: München
Wednesday, 05 November 2008 01:00

Alena Diane - fotografiert von Marion DeveaudDie Rote Sonne ist gut gefüllt. Das merkt auch die Folksängerin Alela Diane und fragt besorgt in die Menge: „Are you all right? It’s so crowdy down there“. Der Menge geht es sehr gut. Lange hat sie auf den Nachholtermin von Alelas Deutschlandtournee gewartet, die wegen Krankheit abgesagt wurde. Doch jetzt ist sie da und hat viele Anektoten mitgebracht aus Nevada City. Christine Bulla hat mal vorbei geschaut.


Die Legende besagt, dass Alela ihr erstes Album in Eigenproduktion mit dem Vater aufgenommen hat und damit auf Clubtour ging. The Pirate`s Gospel hieß es und nachdem Platte wie Sängerin entdeckt wurden, spielte sie das Album nochmal unter Vertrags des Labels Holocene Musik ein.

So steht sie vor dem Publikum, ungekünstelt, ungeschminkt, unnachahmbar. Ein wenig erinnert sie an eine indianische Prinzessin mit ihren langen Ohrringen, dem Silberschmuck und ihrer Gitarre. Und auch Prinzessinnen dürfen Fehler machen, denn nicht jedes Lied klingt beim ersten Mal wie gewollt. Dann lacht Alela verschmitzt und beichtet, dass sie doch so Manches noch üben muß.

Während des Spiels sucht sie den Augenkontakt mit dem Publikum, um in der nächsten Sekunde wieder ganz im Lied zu versinken. Alela erzählt von ihrer Katze, der sie ein Lied gewidmet hat und die leider in den USA bleiben mußte. Es ist es ein sehr intimes Konzert: Leise und doch intensiv. Unterstützt wird sie von einer Freundin, die neben der starken Stimme von Alela verträumt ins Mikrophon haucht. Es scheint, als verschmelzen die beiden Frauenstimmen und ihre Gitarren zu einem kosmischen Ganzen zusammen.

Jetzt sitzt jeder Ton, jeder Oktavwechsel ist ein Genuß, jedes Unisono in sich stimmig. Allerdings singt sie nicht jedes Stück ihres aktuellen Albums. Der Grund ist schnell gefunden: Sie macht Eigenwerbung für das im Februar erscheinende Werk. Dafür ist ihr niemand böse, denn auch dieses wird die Welt überzeugen können. Christine Bulla


(04.11.2008)




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