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The Rascals: München
Tuesday, 18 November 2008 16:10

The Rascals haben das Atomic in München gerocktSie sind jung, sie sind laut und sie brauchen hierzulande eine größere Fangemeinde. Die Rede ist von The Rascals, die aus Wirral in England über Umwege nach München gereist sind, um hier den Untergrund zu rocken. Nina vom LAXMag war mit dabei und hat seitdem ein wichtiges Anliegen.


Bull statt Bier, Bayern-Trikot statt Röhrenjeans und einen Titel mit aktuellem Bezug als Opener: So kamen die Rascals im Atomic Café auf die Bühne und haben mit Bond Girl und einem grandiosen Sound dem nicht wirklich zahlreich erschienenen Publikum von der ersten Minute an eingeheizt – ohne Pause, ohne wenn und aber. Warum auch viele Worte verlieren, wenn man mit der eigenen Musik am meisten sagen kann?

Dreizehn Songs haben die Briten an diesem Abend gespielt, das mal vorne weg. Viel mehr konnten es auch nicht werden, denn The Rascals erfreuen sich momentan erst an ihrem frisch veröffentlichten Debütalbum namens Rascalize. Rascalisiert wurde an diesem Abend auch das Publikum: Anfangs noch zurückhaltend und bedacht haben spätestens mit Freakbeat Phantom die Füße von selbst zu tanzen angefangen – kein Wunder, denn was die drei Twens mit ihrer verblüffenden und schier unglaublichen Fingerfertigkeit aus ihren Instrumenten geholt haben, war treibend, energisch, rockig, mitreißend. Und dass, obwohl die charismatischen, lieben Jungs gerade einmal die Volljährigkeitsgrenze überschritten haben.

Nach Liedern über die Liebe und Themen, die junge Erwachsende mit Rockstar-Allüren nun mal beschäftigen – wie in Does Your Husband Know, That You´re On The Run und How Do I End This -, folgten sogar einige Worte an die vor der Bühne postierte Gemeinde. Um was es dabei genau ging, wird wahrscheinlich nie jemand erfahren. Denn während Fans in der ersten Reihe verzweifelt versucht haben, Sänger Miles gute Wünsche und andere Wichtigkeiten mit auf den Lebensweg zu geben, hatte dieser kein Wort verstanden. Zusammenfassen könnte man dessen Redaktion im übertragenen Sinne mit „What the fuck… ? What did you say? Fuckin´ fuck fuck fucking fuck”.

Um was es bei der Konversation eigentlich ging, wurde dann recht schnell geklärt: Die Kommunizierenden stürmten einfach die Bühne und verkündeten ihr Anliegen über die Mikrofone der Band. Es gebe wohl eine ziemlich tolle Band, mit der sie in irgendeiner dem Publikum weiterhin unbekannten Beziehung stünden, namens SuckDown 9/11. Mehr darüber haben dann wohl nur noch Club-Angehörige und der Tourmanager der Rascals erfahren.

Die Briten haben auf diese Konzertunterbrechung gänzlich gelassen reagiert und griffen nach einigen weiteren Scherzereien mit den ersten Reihen wieder in die Saiten. Fünf Lieder und einen neuen Song später war das Ende des Abend dann zum Greifen nah: Mit Is It Too Late? verabschiedeten sich The Rascals mit einem musikalischen Knall von der Münchner Bühne. Eine Zugabe gab es nicht, dafür haben sich die Jungs nach dem Gig noch auf der Tanzfläche abfeiern lassen.

Was vom Konzert auf jeden Fall bleibt ist das Gefühl, dass die Rascals in nächster Zeit noch des Öfteren von sich Reden machen werden. Wer nicht mehr so lange warten will, kann sich die Zeit übrigens mit der Band The Last Shadow Puppets vertreiben, dem Zweitprojekt von Rascals-Sänger Miles, das er zusammen mit Alex Turner von den Arctic Monkeys betreibt. Es gibt also keinen Ausweg: Führt euch diese Band zu Gemüte! Nina-Carissima Schönrock

 

(17.11.08)

 

 

Bilder: Nina-Carissima Schönrock

 

 

 




Top Konzert
Peter 2008-11-18 18:36:22

war echt ein klasse Konzert der Band. Schade, dass so wenig los war
setlist.fm
Thomas 2008-11-21 16:39:31

hi, merci fürs adden der setlist bei setlist.fm!
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