Glasvegas sind wie die neuesten James Bond-Filme. Es geht irgendwie zu schnell und mittendrin versteht man nicht alles. Dass der NME von Glasvegas als der „besten neuen Rock’n’Roll-Band der Welt” schwärmt, hat aber wohl gereicht, um auch jung gebliebene Rocktraditionalisten ins Atomic Café zu lotsen. Dort skandierten einige Briten vor dem Konzert “here we, here we, here we fucking go”, diesen Kampfspruch aus Go Square Go, einer kleinen Prügelgeschichte. Handfest wurde es nicht, rau ging es aber allemal zu. Flo vom LAXMag war mittendrin dabei.
Zum Reinhören: Geraldine
Mit ihren aufgestellten Haaren wirken Glasvegas fast wie Teds. Musikalisch sind sie dagegen eine wilde Mischung aus Noise-Pop, Britrock und Dark Wave – oder sagen wir es einfacher: Rock’n’Roll. Mit den sphärischen, immer leicht hallenden Stücken auf ihrem gleichnamigen Album Glasvegas haben die vier Schotten ein Debüt abgeliefert, das in Kritikerkreisen in einem an Newcomern mageren Jahr als Sensation gefeiert wird. Um halb elf betreten die Dudelsackrocker die Bühne, beginnen mit Flowers & Football Tops und verabschieden sich eine knappe Stunde später mit Ice Cream Van wieder. Dass die Songs die Reihenfolge der Platte nicht durchbrechen, überrascht nicht, sind diese doch exakt aufeinander abgestimmt.
Sänger James Allan wird umflackert von hektischen Lichtwechseln. Hinter den Schwaden der Nebelmaschine taucht er immer wieder als versteinerter Highländer auf, der seine Zeilen im Zwiegespräch dem Mikrophon mitteilt. Geredet wird nicht. Das ist aber auch nicht schlimm. Denn wenn Allan etwas sagt, dann versteht man es nicht. Sein schottischer Akzent ist schlicht zu umgreifend. Erst nach It’s my own cheating heart that makes me cry wendet sich Allan ans Publikum: Es könnte ein “How are you?” gewesen sein, sicher ist das aber nicht.
Fest steht dagegen, dass Glasvegas eine Live-Band sind, die mit einer gewaltigen Klangwand aufwarten kann. Beleg dafür war Polmond on my mind, das zur Hälfte in absoluter Dunkelheit gespielt wurde, nur um im zweiten Teil in einem Meer aus Licht und Schall unterzugehen. Gespielt wurde James Bond schon einmal von einem Schotten. Und wenn Glasvegas sich mit dem gleichen Tempo weiterentwicklen, kommt womöglich bald auch einmal der Soundtrack von einer schottischen Band. Schnelligkeit von Film und Musik passen schon heute zusammen. Florian Zick
Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...