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Ein Mann, ein Name, ein neues Album: Tiger Lou beehrte München und hatte einen Plan. Welcher das war und warum er nicht ganz aufgegangen ist, weiß LAX-Reporterin Tine. Sie war beim Konzert dabei.
Der Schwede Tiger Lou und seine Band haben die Bühne des Ampere erobert und stehen kaum oben, da werfen sie auch schon mit ausholenden Gesten zwar nicht ihre Gitarren, dafür aber einige Weisheiten ins Publikum: "The more you give the less you have to carry, the more you lead the less you have to follow", heißt es bereits im Opener The More You Give, der nahtlos in das zweite Stück The Less You Have To Carry übergeht.
Beides Songs der neuen Platte A Partial Print, die die Band natürlich nach München mitgebracht hat. Was später klar wird, hier aber noch niemand vermutet: Das frische Album ist das Einzige, was Tiger Lou an diesem Abend im Repertoir haben. Dieses wird routiniert runtergespielt, in exakt derselben Reihenfolge, wie man sie von Platte kennt. Die Irritation von Seiten des Publikums bleibt nicht unbemerkt und zwingt Tiger Lou zu einer Erklärung. Fast entschuldigend berichtet Karl Rasmus Kellerman den Fans, warum sie heute auf alte Songs verzichten müssen.
A Partial Print sei ein Gesamtkunstwerk, das man am Stück lassen muss, um die perfekte Wirkung zu erzielen. Das Konzertkonzept scheint jedoch nicht aufzugehen, will die richtige Stimmung beim Publikum nicht so recht aufkommen. So herrscht den Abend über ein "Indie meets ein bisschen Elektro"- Hörvergnügen, was sich zwar sehr nett anhört, aber keine richtigen Höhepunkte schafft. Die Stücke des aktuellen Albums klingen auf der Bühne alle ähnlich und es fehlen wirkungsvolle Effekte von der Platte, wie zum Beispiel die echten Streicher.
Doch allen Enttäuschungen zum Trotz versucht die Band weiter, den Tiger raus zu lassen. Für einen Titel holt sich Tiger Lou seine Frau und Leaderin der Vorband Firefox AK Andrea Kellerman auf die Bühne, um von ihr mit Backroundvocals unterstützt zu werden. Der zweite Tausch an diesem Abend, hatte auch Tiger Lou seine Frau bereits unterstützt, beim Firefox AK-Song Winter Rose im Vorprogramm. Doch leider glückt die erneute Teamwork nicht ganz, wirkt das Stück Odessa durch die etwas langsame Performance des Paares zu schwerfällig und verliert den melancholischen Zauber, der den Song auf Platte so einmalig macht.
Mit dem Titelsong des Albums A Partial Print spielt sich Tiger Lou ins Finale des Konzerts, der Playlist der Platte entsprechend. Einem Messias ähnlich steigt Kellerman auf eine Box und predigt ins Volk, dann folgt Abgang der Bandmitglieder. Zur Zugabe tauchen sie alle nacheinander wieder auf, um dem Publikum zu geben, auf was es lange gewartet hat: The Loyal und The War Between Us entfachen eine Begeisterung, die sich die Band sicherlich für den ganzen Abend gewünscht hätte. Vielleicht ist München heute einfach noch nicht bereit für einen neuen Tiger Lou. Christine Bulla
(09.12.08)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...