| Powerline Musikfest: Frankfurt |
| Sunday, 11 January 2009 06:33 | |||
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Was haben Die Sterne, Arne Zank (Tocotronic), Stereo Total, Dillon und das Jeans Team gemeinsam? – Sie alle stehen unter Vertrag bei der etablierten Powerline Agency aus Berlin und gaben sich an einem bitterkalten Samstag Abend die Ehre Teil eines vielseitigen Musikfestes im Frankfurter Mousonturm zu sein. Deutsch-Indie vom Feinsten, auch wenn Quantität mal wieder nicht ganz die Qualität ausmachte.
Ein straffes Programm lag vor den Besuchern des Powerline Musikfestes: fünf Musikacts plus Dance/Chill Area von acht Uhr abends bis zum letzten Auftritt ab halb zwei. Starten dürfte die junge Sängerin Dominique Dillon de Byington – kurz Dillon, die ganz in schwarz gekleidet und nur durch einen Musiker unterstützt einen angenehmen Einführungsteil übernahm. Mit eher ruhigen, elektrolastigen Songs wie Tiptapping oder Contact Us und vor allem ihrer eigenwilligen Stimme konnte sie live zwar überzeugend performen, aber (wohl auch aufgrund des zeitlich kurz bemessenen Auftritts) nicht wirklich mitreißen.
Etwas einfacher hatte es Arne Zank, der momentan ohne seine Bandkollegen von Tocotronic dafür mit einer musikalischen Unterstützung unterwegs ist. Zu hören gab es einige bereits von Tocotronic-Platten bekannte Titel wie Ich mache meinen Frieden mit euch und So schnell wirst du mich nicht mehr los, aber auch instrumentale Zusammenstellungen seines Alter Egos DJ Shirley. Mit diesen ehrlichen, etwas zurückhaltenden und fast zärtlichen Stücken schien er genau den Geschmack der etwas älteren und sophisticated audience zu treffen, denn es wurde viel und laut applaudiert. Interessant einmal zu sehen, wie viel Arne Zank tatsächlich in Tocotronic steckt!
Die bühnenfesten Sterne waren wie zu erwarten einwandfrei. Es gab die populären Hits zum Mitsingen (Was hat dich bloß so ruiniert) und die etwas weniger gängigen Songs zum wieder erinnern (Inseln). Doch das kulturverwöhnte Publikum zeigte sich größtenteils resistent, was tanzen und mitgehen anbelangte.
Auch dem Duo von Stereo Total nahm man den routinierten Liveauftritt zufrieden ab. Von alten Lieblingsliedern wie Ich bin nackt bis zu Songs aus dem neuen Album Paris – Berlin und Covern mit hohem Spaßfaktor sind die beiden Künstler nicht nur musikalische Korrespondenten sondern auch überzeugende Alleinunterhalter, nur eben zu zweit.
Der tapfere "Rest" des Publikums füllte zu vorangeschrittener Stunde dann doch noch die komplette, kleinere Studiohalle des Mousonturms aus und wurde schließlich mit einer lauten Performance durch das mit zwei Leuten vertretene Jeans Team beehrt und kräftig wachgerüttelt. Ihr Elektro zwischen Kraftwerk und Talking Heads mischt die bekannten Beats und Synthie-Sounds mit ein paar ziemlich originellen Effekten und Texten. Dazu gab es eine Liveshow mit großen Gesten und viel Bühnenaction, die definitiv die Studioaufnahmen übertrifft. Hörtipps für solche, die die Herren noch nicht kennen: Komet, Keine Melodie und Waffenladen.
Die Mischung des Abends zeigte neben der Diversität der Künstler spannender Weise auch so manche Parallelen, vor allem was das gefühlvolle Musikmachen mit Texten jenseits des Mainstreams angeht. Leider hielten sich die Künstler auch recht genau an den straffen Zeitplan, was einen Verzicht auf Zugaben zur Folge hatte oder auch eine etwas unlockere Grundstimmung. Vielleicht, so denkt man sich abschließend, wäre ein weniger (an Künstlern) in diesem Fall doch etwas mehr gewesen. Mirjam Miethe
(10.01.09)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...