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Friendly Fires: München
Sunday, 08 March 2009 15:29

Friendly Fires liveBerührungsängste durfte man beim Konzert der Friendly Fires im Münchner Atomic Café nicht haben, denn der Club platzte aus allen Nähten. Es schien so, als hatten sich alle hippen Indie-Teenies der Stadt versammelt, um zu den Beats der verrückten Engländer zu tanzen. Tine und Sara vom LAXMag waren mit dabei.



Dass man sich selbst eigentlich viel zu alt fühlt unter all den Mädchen und Jungs ist beim Auftritt der Friendly Fires total egal. Das Alter spielt keine Rolle, schon gar nicht bei den Mitgliedern der Band und so lässt besonders Leadsänger Ed MacFairlane trotz seiner jungen Jahre die Herzen des weiblichen Publikums höher schlagen. Kaum beginnen die ersten Takte von Lovesick, legt er los mit seinen wilden Tänzchen.

Mit einer eleganten Mischung aus Rap und Ausdruckstanz erinnert er an einen erwachsenen Billy Elliot, dessen Motto "I can dance and I can sing even better" lauten könnte. Die Beine in einer engen schwarzen Röhrenjeans versteckt und Samtschuhe mit silberner Brosche an den Füßen lassen ihn zu einer menschlichen Tanzmaschine werden.

Die Mädchen in der ersten Reihe sind begeistert, fangen beim Anblick seines kreisenden Popos von MacFairlane an zu kreischen und sich ebenfalls rhythmisch im Takt der Musik zu bewegen. Nach und nach verwandelt sich die ganze Menge Konzertbesucher in eine homogene sich bewegende Masse. Friendly Fires entfachen ein wahres Freudenfeuer in den Leibern begeisterter Indies.

Hier bleibt kein T-Shirt trocken und so ist auch bereits nach der dritten Nummer Skeleton Boy Eds Hemd nass geschwitzt. Den Blick richtet er über statt an das Publikum, senier Texte predigt er eher anstatt einzelne Menschen anzusprechen. "Don’t hold your breath too long, for white diamonds in the snow" rät er den ZuhörerInnen in White Diamonds. Überhaupt bleiben die Ansprachen an die Fans leider sehr dezent. Das Interesse scheint mehr auf die eigenen Instrumente gerichtet zu sein. Baß, Gitarre, Schlagzeug, Synthie-Computer und die unterschiedlichsten Percussion-Instrumente werden in bester Manier bearbeitet, das Publikum dafür mehr ignoriert.

Dennoch haben Friendly Fires unter vollstem Körpereinsatz eine groovige wilde und laute Show abgeliefert, die bestimmt noch lange im Gehör bleiben wird. Christine Bulla

 



 

(06.03.09)




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